Neuer Direktor der BA Plauen stellt sich vor

Keinen Zweifel aufkommen an der Bedeutung der Staatlichen Studienakademie für die Stadt Plauen ließ Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer während des Antrittsbesuches des neuen und kommissarischen Direktors der Einrichtung, Professor Anton Schlittmaier, in Begleitung von Verwaltungsleiterin Annerose Baumann.

"Die Stadt Plauen ist als einzige Stadt in Sachsen selbst in finanzielle Vorleistung gegangen, um die Studienakademie am Standort Plauen zu sichern. Wir werden auch zukünftig alles tun, um die Entwicklung und den weiteren Ausbau der Akademie zu unterstützen und zu fördern und somit den Bildungsstandort Plauen weiter voran zu bringen", machte das Plauener Stadtoberhaupt während des zirka einstündigen Gespräches am Montagnachmittag im Plauener Rathaus deutlich.

 

Allerdings werde er auch keine Initiative bremsen, die "jungen Menschen Ausbildungschancen in dieser Stadt eröffnet, egal ob privater oder staatlicher Natur. Sie helfen und prägen das Image des Bildungsstandortes Plauen. Derartige Initiativen gilt es von öffentlicher Seite Raum für Entwicklung zu geben. Allerdings konzentriert sich das staatliche Handeln des Freistaates Sachsen und somit auch das kommunale Handeln der Stadt Plauen auf die weitere Entwicklung und Festigung der Staatlichen Studienakademie in Plauen. Ich bin der Meinung, jeder Student in dieser Stadt, jede Ausbildungsrichtung, egal welcher Art, ist für Plauen wichtig. Die privaten Initiativen mit Studiengebühren können ja wohl keine Konkurrenz sein für die Staatliche Studienakademie ohne Studiengebühren."

Professor Schlittmaier, der gleichzeitig Direktor der Staatlichen Studienakademie in Breitenbrunn ist und somit bereits über viele Erfahrungen beim Auf- und Ausbau einer Studienakademie verfügt, informierte das Plauener Stadtoberhaupt über die derzeit anstehenden dringendsten Aufgaben: "Nachdem wir in Breitenbrunn kurz davor stehen, alle Abschlüsse entsprechend der Bologna-Beschlüsse auf Bachelor umgestellt und akkreditiert zu haben, gilt es Gleiches in Plauen zu tun. In diesem Zusammenhang arbeiten wir seit einigen Wochen an einer neuen Konzeption für Plauen, um die angestrebte Erweiterung auf bis zu 600 Studenten bald zu erreichen. Neue Studiengänge sind hierzu unerlässlich. Die Konzeption wird dann zunächst in der Direktorenkonferenz der Berufsakademie Sachsen vorgestellt, ehe sie in den Ministerien für Wissenschaft und Kunst sowie Finanzen zur Diskussion gestellt wird. Dort wird dann unter anderen darüber befunden werden, ob und wann der Bau des Campus am ehemaligen Schloss beginnen wird.

Für die Studienakademie wäre dieser Neubau natürlich das Optimum, da dort beste Voraussetzungen für die Zukunft bestünden", so der kommissarische Direktor. "Bis es soweit ist, werden wir als Stadt Interimslösungen finden, damit die Entwicklung der Studienakademie in Plauen nicht eingeschränkt wird", sagte der OB zu. Dies insbesondere als Reaktion auf die Aussage von Professor Schlittmaier, dass die Akademie im jetzigen Domizil ihre Kapazitätsgrenzen fast erreicht habe. "Sagen Sie uns, welchen Platzbedarf Sie haben und wir werden Lösungen finden", versicherte der OB. tp