Neuer Brunnen in Rodau eingeweiht

Rodau hat einen neuen Brunnen: Am Vorabend zu "20 Jahre deutsche Einheit" wurde das Werk des Rößnitzer Künstlers Peter Luban enthüllt.

 

Der Leubnitzer Bürgermeister Eberhard Prager gab einen kurzen Abriss zur Entstehungsgeschichte des Brunnens: 10 Jahre mussten die Einwohner und ihre Gäste mit dem alten, nicht funktionierenden Brunnen leben. "Es war ein Schandfleck in der Gemeinde. Mit dem neuen kommt Kunst ins Dorf", so Prager.

Als Glück bezeichnete er die Tatsache, dass in der Gemeinde ein "begnadeter Künstler" wohnt: Peter Luban war spontan bereit, den Brunnen zu gestalten. Das Kunstwerk mitten im Dorf ließ sich die Gemeinde 16 500 Euro kosten. Die Summe setzt sich aus Mitteln des Konjunkturpaketes II und Spenden zusammen. Gemeinderat Helmut Völkel hatte in einer Spendenaktion 1740 Euro sammeln können.

Künstler Peter Luban bedankte sich für das Vertrauen. Nach Einwohnerversammlung und Vorstellung seiner Gedanken konnte er "fast ohne Einsichtnahme der Gemeinde" arbeiten. Luban, der zur gleichen Zeit am Wendedenkmal für die Stadt Plauen arbeitete, hat in nur einem halben Jahr einen echten Hingucker für Rodau geschaffen. Vier Bronzefiguren auf Granitstelen erheben sich auf einer kleinen Insel aus dem Rondell. Stier, Ente und Katze umringen eine junge Frau, aus deren Gefäß Wasser plätschert. Weitere Wasserstellen befinden sich unterhalb der Tiere an den Stelen.

Altbürgermeister Ulrich Scheunert gab einen kurzen Einblick in die Historie des Platzes. "An dieser Stelle befand sich früher einer der beiden Teiche." Er berichtete über den Bau des ersten Brunnens in den 1920er Jahren, die Umgestaltung des Platzes und die Bemühungen der Einwohner, den Brunnen am Leben zu erhalten - bis er verfiel. Mit dem künstlerisch gestalteten Brunnen und der neuen Grünanlage hat Rodau ein neues Kleinod bekommen. va