Neue Spur im Plauener Mord-Fall?

Plauen/Dresden - In Sachsen bleiben nur wenige Tötungsverbrechen ungesühnt. Mit einer Aufklärungsquote von 96,6 Prozent bei Mord und 100 Prozent bei Totschlag sei der Freistaat besser als andere Bundesländer, sagte Justizminister Jürgen Martens (FDP).

Die Statistik trüben mehr als ein Dutzend Einzelfälle, an denen sich die Ermittler bisher die Zähne ausbeißen - trotz aller Bemühungen, Fahndungsaufrufe oder Belohnungen. Unter den unaufgeklärten Verbrechen sind auch Altfälle aus DDR-Zeiten. So liegen bei der Zwickauer Staatsanwaltschaft Altakten von 1987 zum Mord an der damals 18-jährigen Heike Wunderlich im Voigtsgrüner Wald an der Talsperre Pöhl.

Nach mehr als 25 Jahren birgt ein kürzlich am Haar des Opfers gesichertes DNA-Fragment neue Hoffnung, da es möglicherweise vom Täter stammt, wie Oberstaatsanwalt Holger Illing berichtete. Kriminalhauptkommissar Enrico Penzel hat den Uralt-Fall ständig wieder aufgerollt. "Mit den Jahren wird die Tätersuche immer schwieriger. Entweder lebt er schon nicht mehr oder es gibt jemanden, der ganz unauffällig unter uns lebt. Wir hoffen immer auf neue Hinweise und prüfen auch noch einige Sachen ab", sagt er. M. T.