Neue Runde im Syrauer Mühlenstreit

In der Bürgerfragestunde der Ratssitzung sprach Joachim Martin die "Fehler in der Ansteuerung der Lamellen in den Flügeln" an und brachte sogar ein kleines Modell mit, welches er zur Veranschaulichung angefertigt hatte.

Das Problem ist laut Martin innerhalb eines Tages zu lösen - unter Mitwirkung eines Fachmannes aus der Firma des Herstellers und von zwei oder drei Mühlenfreunden. Die Halteschrauben der Zugstangen für die Lamellen seien zu lösen, dann die Lamellen um 180 Grad zu wenden und die Zugstangen wieder zu befestigen. Dadurch würden sich, wie von ihm gewünscht, die Lamellen bei zunehmendem Wind öffnen und sich bei Abnahme schließen. Eine wesentliche Erleichterung des Bedienpersonals an den Drehtagen wäre die Folge, da gegenwärtig viel Kraft nötig sei, um die Flügel bei zunehmendem Wind anzuhalten.

Der Mangel ist offenbar, so Jens Mantel, eine Folge des in diesem Punkt nicht konkreten Auftrags, der lediglich eine funktionierende Lamellenanlage für die gelegentliche Inbetriebnahme der Flügel unter Aufsicht durch dazu geschultem Personal enthielt. Der Betrieb zu Vorführzwecken ist auch gewährleistet und gibt keinen Anlass zu Beanstandungen. Die materialtechnischen Voraussetzungen böten dafür eine ausreichende Sicherheit, bekundet das Labor für Stahlbau und Statik als Auftragnehmer der Flügelanlage.

Bürgermeister Achim Schulz verwies darauf, dass es sich bei der Darstellung von Martin um eine persönliche Forderung handele, die nicht die Auffassung der Mühlenfreunde repräsentiert und erklärte ihm, dass für den vorgesehenen Zweck eine Abnahme etwa durch den TÜV nicht erfolgen musste.

Gerd Wunderlich beendete die Debatte mit der Feststellung, dass es nicht geboten sei, Bürgerfragen länger als normale Tagesordnungspunkte zu behandeln und verwies auf die Möglichkeit, die Diskussion - wenn notwendig - in einer der nächsten Beratungen als eigenen Tagesordnungspunkt aufzunehmen.