Neue Knöllchen-Preise lassen Einnahmen deutlich steigen

Und schon wieder ein Knöllchen: Im Stadtzentrum ertappen die Politessen des Ordnungsamtes in Plauen die meisten Autofahrer ohne Parkschein hinter der Windschutzscheibe. Seit April für Parksünder doppelt ärgerlich. Denn die Summe des Bußgeldes hat sich verdoppelt.

Plauen - Auch ohne den Einsatz von Knöllchen-Felix zahlen sich die neuen Verwarngelder für die Stadtverwaltung Plauen kräftig aus. Im ersten Halbjahr sind die Einnahmen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres deutlich angestiegen. So flossen in den ersten drei Monaten bereits rund 3000 Euro mehr in die Stadtkasse, teilt Margit Kleinhempel, Fachgebietsleiterin der Plauener Bußgeldstelle, dem Vogtland-Anzeiger auf Anfrage mit.

Lagen die Einnahmen im ersten Halbjahr 2012 bei insgesamt 165 000 Euro, stand dem Ergebnis in diesem Jahr bereits eine Summe von 168 000 Euro gegenüber, so die Expertin der Bußgeldstelle. Die Mehreinnahmen kommen dem Haushalt der Stadt zugute. 

Interessant: Die Autofahrer in Plauen nehmen offenbar gerne die doppelte Bußgeldsumme fürs Falschparken in Kauf. "Anhand der Statistik konnte kein Rückgang der Zehn-Euro-Verwarnungen festgestellt werden", sagt Margit Kleinhempel. Dass die Gelder für Knöllchen um das Doppelte angestiegen sind, habe sich bei allen Bürgern herumgesprochen.

Mit Sicherheit hat sich der ein oder andere Autofahrer bereits darüber geärgert, besondere Reaktionen auf die Anhebung der Gebühren habe es bisher in der Stadt aber nicht gegeben. Zwar werden überall in Plauen auf den Straßen Falschparker von den Politessen des Ordnungsamtes entdeckt, im Stadtzentrum werden die Mitarbeiter aber besonders oft fündig. "Ohne Parkschein wird am häufigsten in der Innenstadt geparkt", sagt Margit Kleinhempel. In diesem Bereich stehen allerdings auch die meisten Parkscheinautomaten. 

Seit 1. April gelten deutschlandweit höhere Bußgelder. Klemmt der weiße Zettel unterm Scheibenwischer sind seit dem zehn Euro fällig. Früher mussten die Parksünder fünf Euro zahlen. Mit der Gebührenänderung soll vor allem das so genannte Verwarngeld-Parken verhindert werden. Viele Autofahrer zogen bewusst keinen Parkschein und spielten mit dem Risiko erwischt zu werden.