Neue Kita in Klingenthal muss warten

Mit drei Beschlussvorlagen war die Stadtratssitzung Klingenthal wenig ereignisreich. Neben der Eintragung eines Leitungsrechts für die Eigentümer eines Flurstücks in Brunndöbra für ein schon seit Jahren vorhandenes Einleitungsrohr für Abwässer in die Steindöbra ging es um die Niederschlagung von Forderungen der Stadt, sprich Verzicht.

Eine Grundsteuerforderung von knapp 2700 Euro aus dem Jahre 2010 wurde dauerhaft niedergeschlagen. Grund ist ein Insolvenzverfahren aus dem Jahr 2005. Ebenfalls in Zusammenhang mit einer Insolvenz, nämlich der des BGZ im vergangenen Jahr, steht die Niederschlagung der Pacht in Höhe von gut 81000 Euro aus den Jahren 2007, 2008 und 2010. Die Forderung wurde bis Ende 2017 zurückgestellt, wobei diese wiederum in Zusammenhang mit Altkrediten für die Sommerrodelbahn aus den 90er Jahren steht.

Interessanter für den Bürger waren Informationen am Rande der Sitzung. So verzögert sich der Neubau der Kita "Sonnenschein" weiter, da für die 2013 auslaufende Ziel 3-Förderung bei der SAB gegenwärtig eine Antragsflut herrscht. Ursprünglich war als Baubeginn 2010 vorgesehen. Bürgermeister Enrico Bräunig zeigt sich jedoch optimistisch für einen Baustart noch in diesem Jahr.

Eventuell kommt in die vorgesehene Umgestaltung des Königsplatzes noch einmal Bewegung. Der derzeitige Plan sieht den Ausbau des jetzigen Kreuzungsbereiches vor. Ein Kreisverkehr wird vom Straßenbauamt bisher abgelehnt, auch wegen der Kosten. Einer der Knackpunkte hierbei ist die Überbauung der Brunndöbra. Weiter geht 2012 die Rathaussanierung. Mit einem Eigenanteil von 55000 Euro plus Fördermittel wird die Fassade zunächst auf drei Seiten erneuert.