Neue Impulse für Stickereiausbildung

Die Anstrengungen haben sich gelohnt: Die Berufsausbildung "Produktgestalter Textil - Fachrichtung Stickereitechnik" wird ab Sommer wieder in Plauen am Beruflichen Schulzentrum e.o.plauen (BSZ) unterrichtet.  Darauf verständigten sich Vertreter des Kultusministeriums, Branchenvertreter, CDU-Landtagsabgeordnete, die IHK und die Agentur für Arbeit in dieser Woche auf einer gemeinsamen Beratung.

 

Seit letztem Jahr mussten die Auszubildenden im ersten Lehrjahr aus dem Vogtland ins oberfränkische Münchberg zur Schule. Das Kultusministerium entschied so.

Hoffnungsvoll zeigte sich von dem Ergebnis Dietrich Wetzel vom Branchenverband Plauener Spitze. Er sieht die Entscheidung für den Standort Plauen als eine "gute Botschaft". Dies sei eine langfristige Festigung für diesen Ausbildungszweig, der gemeinsam mit den Partnern in den nächsten Jahren weiter an Attraktivität gewinnen soll. Es gibt strukturelle und inhaltliche Veränderungen der Lehrinhalte, kündigt Wetzel im Gespräch mit Vogtland-Anzeiger an. Ziel ist es, den Beruf auch in anderen verarbeitenden Branchen zum Einsatz zu bringen. Sieben Betriebe des Branchenverbandes haben verbindlich zugesagt, im bevorstehenden Ausbildungsjahr 14 Ausbildungsstellen zur Verfügung zu stellen.

 

Die Fachrichtung ist ein Alleinstellungsmerkmal für die deutsche Stickereiindustrie. Die Ausbildungsmöglichkeit im Vogtland sei einmalig. Das positive Einlenken des sächsischen Kultusministers Roland Wöller (CDU) hätte auch an dem Einfluss der sächsischen Landespolitiker gelegen, meint Wetzel. "Etwas anderes habe ich nicht erwartet", sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Heidan zum Ergebnis der Verhandlungen. Mit Parteikollegen brachte er die Verantwortlichen mehrmals an einen Tisch und versuchte, eine Lösung zu finden. "Eine ordentliche Leistung. Das war einfach nur super", so Wetzel. mar