Neue Brücke in Straßberg mit Volksfest eingeweiht

Am Freitag ist gebührend die neue Straßberger Brücke eingeweiht worden. Auf den Tag genau sechs Monate dauerte der Bau. Die Bagger für die Abbrucharbeiten rollten am 28. Februar an und trugen Stück für Stück ab. Die Planung von Ralf Bräunel sowie die Ausführung durch den WTU Weischlitz harmonierten gut, so dass planmäßig am 28. August die Fertigstellung erfolgte.

 

Während am Donnerstagabend bis über den Einbruch der Dunkelheit hinaus noch das Geländer gestrichen wurde, kehrten die Besen bis kurz vor ein Uhr am Freitag. Um 1945/46 entstand der Bau als Behelfsbrücke. Einem Hochwasser 1954 hielt sie jedoch nicht stand und musste nochmals neu aufgebaut werden. Nur die Säulen, die damals bereits schon etwa 20 Jahre alt waren, blieben erhalten.

Über 60 Jahre diente das eigentlich als Provisorium gedachte Bauwerk den Landwirten, um zu ihren Grundstücken zu gelangen. Der Straßberger Ortschaftsrat sah schon lange dringenden Handlungsbedarf und ließ nicht locker. In diesem Jahr gab es nun endlich die ,,Rettung". 450 000 Euro Baukosten verursachte die Erneuerung. Drei Viertel davon werden mit Fördergeldern der Europäischen Union unterstützt.

Stabil genug sei sie nun nicht nur für Fußgänger und Radfahrer, sondern vor allem für den landwirtschaftlichen Verkehr. Theoretisch könne sogar ein 40-Tonner darüber brausen, so Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, der die Brücke eröffnete. Er bestätigte auch die Notwendigkeit der Baumaßnahme, bevor er das Wort an Ortsvorsteher Dieter Blechschmidt übergab. Dieser riss nochmal historische Fakten an und ging dabei bis ins Jahr 1865 zurück. Als besonderer Gast konnte Daniel Gellner vom Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft begrüßt werden.

Noch bevor das Band durchschnitten wurde, fand eine unplanmäßige Taufe statt. Der Sekt und Orangensaft, der eigentlich für die anwesenden Gäste gedacht war, weihte den Boden der Brücke gründlich ein. Gellner, Blechschmidt sowie Kerstin Schicker, Leiterin des städtischen Tiefbauamts, durchtrennten das Band und gaben den Weg frei. Viele Straßberger ließen sich den feierlichen Moment nicht entgehen und freuten sich über das neue Bauwerk. Sechs Betriebe nutzen diesen Weg nun regelmäßig, um zu der insgesamt 25 Hektar großen landwirtschaftlichen Nutzfläche zu gelangen. Aber auch Wanderer und Radfahrer nutzen den Weg über die Elster. Sie waren es auch, die als erste die Strecke entlang liefen oder fuhren.  S. Rössel