Neue Abgeordnete in Leubnitz

So viele Gemeinderäte wie am Donnerstagabend saßen wohl noch nie um den Leubnitzer Ratstisch herum. Alte und neu gewählte Gemeindevertreter fanden sich komplett zur Sitzung ein in der einstigen Gaststätte in Rößnitz.

Bevor der neue Gemeinderat auf seine Arbeit vereidigt und die "Ehemaligen" aus ihrer Verpflichtung entlassen wurden, galt es für den alten Rat einen letzten Beschluss zu fassen: Jenen über das Protokoll der letzten Sitzung. Dann war es soweit. Der Staffelstab der kommunalen Verantwortung wechselte vom ehemaligen in den neu gewählten Gemeinderat. Bürgermeister Eberhard Prager blickte relativ zufrieden auf die letzte Legislaturperiode zurück. "Es ist uns gelungen, im Rat und speziell bei den Vereinen näher zusammen zu rücken."

Mit viel Mühe, aber dennoch habe man es geschafft, das Rodauer Waldbad am Leben zu erhalten. Man habe den Gehwegbau in Leubnitz realisiert, die Kindergartenerweiterung voran gebracht und rund ums Schloss vieles geschaffen. Auch unpopuläre Sparmaßnahmen wie ein Minimieren der Ortsbeleuchtungen hätten die Räte mit getragen und souverän in den Ortsteilen vertreten.

Prager dankte den ehemaligen Räten nicht nur mit Worten. Jeweils zwei Freikarten, wahlweise für die noch ausstehenden Konzerte dieses Jahres im Weißen Saal des Schlosses Leubnitz, sollen Dank sagen und Genuss bringen. In Richtung des neuen Gemeinderats äußerte Prager die Hoffnung, dass die Kommunalarbeit auch zukünftig so gut funktionieren möge.

"Angesichts aller in Wahlprogrammen formulierter Ziele werden Sie alle bald feststellen, dass wir hier im gleichen Boot sitzen", so Prager. Er ließ keinen Zweifel daran, dass das Rudern nicht einfach werden wird. "Auch auf den neuen Rat kommen wieder schwierige Beschlüsse zu."  mam