Neubau geplant für Evangelische Oberschule

Ehrgeizige Pläne gibt es im Kurort. Die Stadt Bad Elster und der Obervogtländische Verein für Innere Mission Marienstift Oelsnitz machen sich stark für den Neubau einer Oberschule. Ohne Fördermittel geht es nicht. Die Außenstelle der Schönecker Oberschule stößt an ihre Grenzen. Die Zeit drängt.

Von Marlies Dähn

Bad Elster Geht das Konzept auf, könnten Oberschüler möglicherweise im Herbst des Schuljahr 2023/24 im eigenen Schulgebäude lernen. Entstehen soll der Neubau auf dem Grundstück zwischen städtischer Grundschule und Sparkasse an der Hagerstraße. Doch bis es soweit ist, sind noch viele Klinken zu putzen, um die Evangelische Oberschule am Standort in Bad Elster zukunftsfähig zu gestalten.
Man habe vorab viele Gespräche geführt, lässt dazu Bürgermeister Olaf Schlott wissen. Beteiligte Partner waren der Obervogtländische Verein für Innere Mission Marienstift e. V. (OVV) als Schulträger, die Schulleitung der Evangelischen Oberschule, die Stadt Bad Elster sowie die Leitungen der Grundschule und des Schulhortes.


Aktuell sind im Schulgebäude der Stadt Bad Elster etwa 170 Grundschüler in 9 Klassen und 75 Oberschüler in drei Klassen untergebracht. Weiterhin nutzen rund 140 Kinder das Hortangebot in separaten Räumen.
"Für das bevorstehende Schuljahr haben sich die Anmeldezahlen der vergangenen Jahre bestätigt. Somit wird eine weitere Klasse mit 25 Schülern gebildet", sagt Nicol Georgi, Geschäftsführerin des OVV. Dafür werden im Gebäude der Grundschule Bad Elster zwei zusätzliche Räume an die Evangelischen Oberschule abgetreten.


Laut Stadtverwaltung wurde das möglich, da nach der brandschutztechnischen Ertüchtigung weitere Klassenzimmer wieder nutzbar waren und die Zimmerverteilung neu strukturiert wurde. Die Leitung der Grundschule Bad Elster und des angegliederten Schulhortes Elsternest sprachen sich bezüglich der gemeinsam genutzten Bereiche ab. Das betrifft zum Beispiel Turnhalle, PC-Kabinetts, Lehrküche und Essenausgabe. Sportunterricht findet teilweise weiter in Räumen der Deutschen Klinik für Integrative Medizin und Naturheilverfahren statt.
Wächst die Oberschule, wird auch eine größere Turnhalle benötigt. Wie gut, dass in der Sportstättenleitplanung der Stadt Bad Elster von 2017 die Erweiterung der Turnhallenkapazitäten bereits festgehalten wurde. Daher erklärte sich die Stadt Bad Elster bereit, ein Konzept für die Erweiterung der Turnhalle samt Neugestaltung der Außenanlagen für die Grundschule Bad Elster, für Vereinssport und für die Evangelische Oberschule auf dem Grundstück des Schulgebäudes zu erstellen. Erste Ideen sind entwickelt und die Absicherung der Finanzierung durch Fördermittel geprüft.
"Nach unsere Einschätzung sind das kommende und übernächste Schuljahr der Evangelischen Oberschule am Standort in Bad Elster noch gesichert. Danach wird es eng", so Georgi. Deshalb müssen noch in diesem Jahr Nägel mit Köpfen gemacht werden. Sprich, die Entscheidung über den Neubau muss in diesem Sommer fallen. Anzapfen will der Bauherr dafür Fördermittel aus dem Schulhausbau Programm des Freistaates Sachsen, verbunden mit dem Städtebauprogramm. Einen Plan B gibt es vorerst nicht. "Wir setzen alles auf eine Karte", sagt Nicol Georgi.


Drei Millionen Euro will der OVV in die Hand nehmen. Erste Planungen begannen bereits vor drei Jahren, als mit Beginn des Schuljahres 2018/19 die ersten Schüler des Evangelischen Schulzentrums in Bad Elster unterrichtet wurden. Wäre im Frühjahr 2022 mit reichlich Optimismus Baubeginn, könnten im Herbst 2024 ein Umzug in den Neubau erfolgen.
Was solch ein Schulneubau bedeutet, damit hat der christliche Verein hinreichend Erfahrung am Schulstandort Schöneck gesammelt samt Turnhallenerweiterung. An der Schönecker Turnhalle kann übrigens jetzt Richtfest gefeiert werden.
OVV und Stadt Bad Elster sind sich einig, dass es gemeinsamer Wunsch und Wille ist, den Standort der Evangelischen Oberschule in Bad Elster für die Zukunft zu sichern und in Bad Elster dauerhaft zu etablieren. "Der Bedarf ist da. Die Eltern haben uns das signalisiert", freut sich Nicol Georgi auf diese neue Herausforderung.