Neubau für 9,1 Millionen Euro

Rodewisch - Gestern Nachmittag erfolgte am Klinikum Öbergöltzsch Rodewisch der symbolisch Startschuss zum Abbruch des so genannten Apothekenflügels am bisherigen Altbau, nachdem aus Dresden der Fördermittelbescheid über 1,2 Millionen Euro eintraf, um an gleicher Stelle ein modernes Gesundheitszentrum zu bauen.

 Mit dem eigentlichen Abbruch werde nächste Woche begonnen, zurzeit entkerne man das Gebäude, so der Chefplaner Hans-Peter Böhme von der Bauplanung Plauen. Das fünfgeschossige Gebäude werde man an der Giebelseite des Hauses 2 unter Einbeziehung des neu erbauten Treppenhauses mit Aufzug andocken. Es soll bis Dezember 2010 fertig gestellt sein. Insgesamt kostet der Funktionalbau 9,3 Millionen Euro. Der beträchtlichere Teil in Höhe von 8,1 Millionen Euro - zuzüglich der bereits im Bau befindlichen neuen Cafeteria und eines neuen Haupteingangs für 1,3 Millionen Euro - schultert das kreiseigene Klinikum einen Betrag von immerhin rund zehn Millionen Euro an eigenen Mitteln. ?????? Gerüstet für die Zukunft ??????  Diese gute Wettbewerbssicherheit resultiere aus schwarzen Zahlen, die das Haus seit Jahren schreibe und sei ein Verdienst der Klinikleitung, der Ärzte und des gesamten Personals, lobt Landrat Dr. Tassilo Lenk das Team des Klinikums Obergöltzsch. Mit dem modernen Gesundheitszentrum sieht er das Akutkrankenhaus fit für die Zukunft. In engagierten Ärzten, Physiotherapeuten Schwestern und Pflegern, liege der Schlüssel für den guten Ruf des Hauses und seine Erfolges.

Im Gesundheitszentrum für stationäre und ambulante klinische Versorgung, werden das Zentrum für Beckenboden, Darmzentrum, Brustzentrum, Wund- und Fußambulanz, Schmerztherapie und Anästhesieambulanz, Mammascreening, Ergotherapie, Diätberatung und ein Medizinisches Versorgungszentrum mit mehreren Fachärzten untergebracht sein.

Mit dem Gesundheitszentrum will man die Patientenversorgung verbessern und den Klinikumsstandort aufwerten, durch kurze Wege für die Patienten, der Vernetzung von stationärem und ambulantem Bereich und der Mehrfachnutzung wertvoller Medizintechnik. Das Gesundheitswesen habe sich in den vergangenen 15 Jahren völlig verändert, sowohl aus medizinischer, als auch ökonomischer Sicht. Neue Versorgungsformen seien entstanden, Patienten stellten immer höhere Erwartungen an den medizinischen Fortschritt, und das bei anhaltender Ressourcenknappheit, erläuterte Chefarzt Dr. Günter Tilch die Notwendigkeit der Erweiterung. pdk