Neoplan: Befristete Jobs gestrichen

Ende März war es nur ein Gerücht - seit Dienstag ist es beklemmende Gewissheit: Den rund 50 befristet Beschäftigten des Busherstellers Neoplan in Plauen wurde der bis Ende April geltende Arbeitsvertrag nicht verlängert. Das bestätigte am Dienstag MAN-Sprecher Ralph Korek auf Anfrage.

Grund ist die mangelnde Nachfrage nach Reisebussen im hochwertigen Segment. Hoffnung war zunächst unter den Betroffenen gekeimt, weil das Zwickauer VW-Werk Interesse bekundet hatte, die Plauener Mitarbeiter zu übernehmen. Eine sogenannte Konzernausleihe ist möglich und wird an verschiedenen Standorten auch praktiziert.

Am Dienstag wollte sich Korek darauf nicht mehr festlegen lassen. Man werde die Betroffenen bei der Jobsuche in der Region unterstützen, doch sei es schwer, eine Prognose zu wagen, ob dies auch erfolgreich sei, fügte der Sprecher an. "Wir tun alles", so die unverbindliche Aussage, und auch ob es für diese Bemühungen einen Zeitrahmen gebe, vermochte Korek nicht zu sagen. Auszuschließen sei, dass die Mitarbeiter wieder eingestellt würden - so schnell werde sich die Marktlage nicht ändern.

Auch der Plauener Neoplan-Geschäftsführer, Achim Knabe, hält nichts von leeren Versprechen. Man müsse reagieren, wenn sich der Markt schlecht entwickle. Die zunächst im Gespräch befindliche Übernahme durch VW Zwickau bezeichnete Knabe als "Option der Gewerkschaft".