Neideiteln schwebt in Plauen wieder ein

Plauen - Die Neideiteln hat ihren Platz beim Klostermarkt in der Plauener Innenstadt wieder eingenommen. In der Nacht zum 7. Februar diesen Jahres hatten Unbekannte gewaltsam die Plastik von ihrem Sockel gestoßen.

 

Dabei entstanden mehrere Blessuren an der Skulptur, dir daraufhin in eine Werkstatt zur Reparatur gebracht wurde.  Längst sollte die Marktfrau wieder an ihrem Platz stehen, doch Schnee und Eis verhinderten das Aufstellen bisher. Um das Standvermögen der Neideiteln zu verbessern, wurde die Plastik zusätzlich noch einmal mit dem Sockel verschraubt. Zum Einsatz kam auch ein Spezialkleber, der aber nur ab einer Außentemperatur zwischen fünf bis zehn Grad seine Wirkung entfaltet. Darum war am Donnerstag das beste Wetter für Steinmetz Jörg Schneider, um das Plauener Original per Kran wieder auf seinen Stammplatz schweben zu lassen.

 

Der Plauener Künstler Hannes Schulze, aus dessen Händen die Plastik stammt, ist froh, dass die Skulptur bei der Tat nicht mehr beschädigt wurde, "sonst wäre es richtig teuer geworden", sagte er dem Vogtland-Anzeiger. Die Kosten für die Reparatur belaufen sich auf rund 350 Euro, so Schneider. Das Ermittlungsverfahren der Polizei gegen Unbekannt ist inzwischen aus Mangel an Beweisen eingestellt worden, sagte Friedrich Reichel, Direktor des Plauener Kulturbetriebes, in einem Radiointerview. Eine Polizeistreife stellte in der Tatnacht die heruntergerissene Plastik fest. Die Neideiteln war nicht das einzige Ziel der unbekannten Täter. Auch ein Papierkorb und bepflanzte Blumenkübel wurden in der Nacht beschädigt. mar