Name gesucht für Rosenbacher Zeitung

Die Zustimmung des Gemeinderates gilt als sicher: Ab Januar soll eine einheitliche Rosenbacher Gemeindezeitung die bisherigen vier Ortsblätter ablösen. Das teilt Bürgermeister Achim Schulz mit.

Nach drei Jahren Rosenbach sei das notwendig, um das Zusammenwachsen der 13 Ortsteile durch verbesserte Information über das Geschehen in der Gemeinde zu fördern. "Dabei geht es nicht darum, Bewährtes abzuschaffen, sondern eine neue Qualität zu erreichen", sagt Schulz. Er will nach eigenen Angaben den 18 000-Euro-Zuschuss für die vier Zeitungen verringern auf 8000 Euro für eine Zeitung. Die Ausschreibung für eine Gemeindezeitung hat die Firma Papier Grimm Kauschwitz unter drei Bietern zu ihren Gunsten entschieden.

Zukünftig werden monatlich 2900 Zeitungen gedruckt und an alle Haushalte der Gemeinde verteilt. Firmenchef Helko Grimm informierte in einer Beratung am Dienstag beim Bürgermeister Achim Schulz mit den Redakteuren der bisherigen Blätter zu seinen Vorstellungen über die künftige Zusammenarbeit. Die gesamte Gestaltung liege in seiner Hand, doch die Mitarbeit der jetzigen Redaktionen sei ausdrücklich erwünscht. Natürlich bleibe es weiterhin möglich, separate Ausgaben zu gestalten - jedoch ohne Geld der Gemeinde.

Nach Informationen unserer Zeitung wurden die Ausführungen von den bisherigen Gestaltern ihrer Blätter zur Kenntnis genommen. Aus Mehltheuer und Syrau gab es keine Reaktionen. Heinz Reichardt aus Leubnitz sagte auf Anfrage, dass man sich mit der bisher gestalteten Information über die Ortsteile in einer gemeinsamen Ausgabe unbedingt wiederfinden müsse. Ulrich Scheunert, einer der Hauptlieferanten für die Zeitung aus Rodau, lehnt die gemeinsame Zeitung ab.

Sein Rodauer "Redakteur" Bernd Mechler sagt: Durch eine Zusammenlegung könne die Bereitschaft schwinden, Beiträge zu verfassen als auch das Interesse der Einwohner an der Zeitung. Er behält sich vor, sein Blatt weiterzuführen - auch bei Erscheinen einer einheitlichen Zeitung. "Das Schlimmste wäre, es entsteht eine Zeitung, die kaum noch Beiträge erhält und die niemand mehr liest", sagt Mechler. Viele Details bleiben noch offen, weswegen man eine weitere Beratung plant. Dort sollen dann neben der Wortschöpfung für den Titel des Blattes auch die Modalitäten für die Zuarbeit der bisherigen Redaktionen abgesprochen werden. jpk