Nächste Runde: Müll-Debatte im Vogtland

Die Müll-Debatte im Vogtland bekommt neue Nahrung: Nachdem der Landrat der Stadt Plauen weiter Eigenständigkeit zusagte, wird über sinkende Gebühren im Rest-Vogtland nachgedacht.

Plauen - Wenn Plauen bei einem eigenen Müll-Entsorgungssystem wie bisher bleibt, dann wird das wohl nicht ohne Gebührenerhöhung geschehen. Das machte bereits OB Ralf Oberdorfer deutlich. Immerhin habe die Abfallentsorgung Plauen ein Minus von einer Million Euro auf der aktuellen Rechnung. Höhere Gebühren hätten aber auch ein Großteil der Plauener zahlen müssen, wenn es zu einem im Vogtlandkreis einheitlichen Entsorgungskonzept mit einem anderen Abrechnungssystem gekommen wäre. Die Entscheidung ist nicht einfach und Stadt- und Kreisrat Dieter Blechschmidt (CDU) wünscht sich eine Einbeziehung der Plauener Bürger, nachdem er im Müllausschuss für die Übernahme des Landkreismodells gestimmt hatte.

Sein Parteichef Sören Voigt erklärte per Mitteilung, dass die Kreis-CDU großen Wert darauf lege, "dass die durch die Gebührenzahler des Entsorgungsgebietes Vogtlandkreis geschaffenen Rücklagen von zwei Millionen in diesem Verbandgebiet verbleiben und in die Kalkulation für die Gebührenzeitraum der kommenden fünf Jahre eingerechnet werden". Das biete sogar die Chance, die Gebühren im Entsorgungsgebiet Vogtlandkreis für die Bürger und die Unternehmen zu senken. Da Plauen dann seine eine Million Miese durch Gebührenerhöhungen alleine ausgleichen müsse, sei so eine Annäherung hinsichtlich der Gebührenhöhen im gesamten Vogtland zu erreichen.

FDP-Vogtland-Chef und Kreisrat Martin Treeck warnt vor der Schaffung eines Müllsystems für Bürger erster und zweiter Klasse. "Wir sind ein Kreis, also müssen wir Einheit zeigen, auch beim Müll." Im Übrigen habe die FDP bereits ein Konzept vorgestellt, welches eine Kombi beider Systeme zum Inhalt hat. Dies wäre eine Basis. red