Nach ZWAV-Klage nun Vergleich in Aussicht

Plauen/Stuttgart - Im Streit um riskante Zinswetten zwischen sächsischen Kommunen und der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) steht der Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland (ZWAV) vor einem womöglich wegweisenden Vergleich.

Ein Vorschlag des Landgerichts Stuttgart sieht eine Gesamtbelastung von fünf Millionen Euro für den Zweckverband vor, wie die Stadt Plauen am Mittwoch mitteilte. Diese Summe setzt sich den Angaben zufolge zusammen aus den 3,1 Millionen Euro, die der ZWAV bislang als Ertrag aus dem sogenannten Swap erzielt hatte, und aus zusätzlich 1,9 Millionen Euro, um die Produktauflösung durch die LBBW abzugelten.

Der Zweckverband fühlte sich im Nachhinein beim Zustandekommen des Geschäfts 2007 von der damaligen Sachsen LB falsch beraten. Deren Rechtsnachfolger ist die LBBW, weshalb der Verband diese verklagte. Das Stuttgarter Gericht habe in der mündlichen Verhandlung am Dienstag erkennen lassen, dass der ZWAV-Vorstoß Aussicht auf Erfolg habe, teilte die Stadtverwaltung mit. va