Nach Wasserschaden läuft Kostenanalyse

Ein Wasserschaden durch das Tauwetter wird derzeit in der Sporthalle an der Wieprechtstraße behoben - inklusive Ursachenforschung und Kostenanalyse.

 

Die Einheit-Arena ist eigentlich noch funkelnagelneu. Trotzdem sieht das 2007 eröffnete Gebäude in einigen Bereichen im Innern gerade nicht sehr schmuck aus. Entlang des oberen Haupttreppenaufganges sind die Spuren des Wassereindringens von Donnerstagnacht durch das Auftauen von Schnee und Eis auf dem Flachdach zu sehen, Flecke an der Decke und den Wänden. Zerborstene aufgeweichte Dekorations- und Dämmplatten der Decke liegen auf einem Haufen zum Abtransport bereit. Ein Mitarbeiterteam der städtischen Gebäude- und Anlagenverwaltung (GAV) hat Gerüste und Leitern aufgestellt, damit neue Platten installiert und frische Farbe aufgebracht werden kann. Derweil läuft der Sportbetrieb wieder normal.

"Die vergangenen Tage haben wir die alten Platten abgetragen und werden diese austauschen, nachdem die Decke gelüftet und getrocknet ist", erläutert GAV-Mitarbeiter Henry Leonardt. Mehr als ein Dutzend Platten sind kaputt. Das Flachdach muss an einigen Stellen Risse aufweisen, durch die sich das Wasser ins Innere der Halle einen Weg bahnte, vermutet Leonardt. Im Sommer bis zu 60 Grad Celsius, im Winter an die 20 Grad Minus, derartige Unterschiede könnten das Dach in Mitleidenschaft gezogen haben. "So ein Flachdach muss hundert Prozent dicht sein, sonst passiert das, was wir hier sehen", sagt der GAV-Techniker.

"Es sieht nicht so schön aus, aber bis zum Freitag wird alles wieder in Ordnung sein", sagte Hallenwart Frank Kühn mit Blick auf die CDU-Veranstaltung mit Minister zu Guttenberg in der Einheit-Arena. "Um die Lage zu analysieren werden der Projektant der Halle, die Bauleitung und die Geschäftsführung zusammenkommen" informierte der Hallenwart. Dann werde auch die Schadenshöhe und eventuelle Ansprüche im Zusammenhang mit dem Bau bestimmt, so die Pressestelle der Stadtverwaltung auf Anfrage von Vogtland-Anzeiger. Frank Blenz