Nach fünf Monaten wieder ein Bier

Plauen - Das Wichtigste vorab: Es geht ihm gut. Extremsportler Frank Trtschka hat nach 200 Stunden Ergometer-Dauerfahren lediglich "müde Beine, wie nach einer langen Wanderung", sagte er wenige Stunden nach der Aktion dem Vogtland-Anzeiger.

 

"Mir geht es ganz gut. Ich habe keinerlei Beschwerden. Auch mein Hintern ist nicht wund." Lediglich der Kopf spiele noch nicht ganz wieder mit, so der 32-Jährige. An die letzten Stunden auf dem Ergometer kann sich der Ultrasportler nur noch sehr vage erinnern. Trtschka schwebte in seiner eigenen Welt: "Ich weiß noch, dass viele Leute zum Schluss da waren und ich sehe bloß noch die Anzeige vom Ergometer in meinem Kopf." Nach dem Zieleinlauf war die Kraft für ein Interview an die Presse nicht mehr gegeben. Der Plauener wollte nur noch nach Hause und schlafen. Betreuer Heiko Groß von den Kraftsportfreunden Stöckigt erfüllte den Wunsch, wie auch zahlreiche andere, während der Wettkampfzeit. Groß war so gut wie immer an der Seite von Trtschka und unterstützte ihn. Er ging mit durch die Höhen und Tiefen, erlebte stressige, kritische und schöne Stunden.

 Mit dieser sportlichen Herausforderung erreichte der 32-Jährige nicht nur seine Grenzen, er überschritt sie auch, sagte er. Eine vergleichbare Aktion wird es nicht mehr geben, versicherte Trtschka.  Überrascht ist der Extremsportler über die vielen Glückwünsche und Geschenke. "Das habe ich nicht erwartet." Auch für die große Unterstützung möchte er sich bedanken. Am Abend machte sich der frische Weltmeister das erste richtige Bier seit den letzten fünf Monaten wieder auf, so lange bereitete er sich auf die Aktion vor. Etwa vier bis fünf Wochen wird Trtschka benötigen, um wieder in den normalen Tagesablauf zu kommen, schätzt Kardiologe Normann Haßler ein. Die nächste Herausforderung ist der Glocknerman Anfang Juni in Österreich, der schwerste Ultra-Radmarathon in Europa. Trtschka ist hier aktueller Vizeweltmeister. mar