Nach der Party folgt der Müll

Plauen - Dem Heimgänger und dem Frühaufsteher kam Plauen nach der Silvesternacht in zahlreichen Straßenzügen und Plätzen wie eine Müllhalde vor. Zum Glück gibt es die Plauener Abfallentsorgung, die am Mittwoch ab 6 Uhr die Hinterlassenschaften wegräumte.

Es rauschte, und kehrte, es kehrte und rollte, während viele Plauener noch ins neue Jahr ausschliefen - das siebenköpfige Team der Plauener Abfallentsorgung (AEP) arbeitete sich am Neujahrsmorgen systematisch Straße für Straße durch Plauen, um die Reste von Knallern und Böllern und Raketen und Papier, Flaschen und Scherben und so weiter von den Straßen, Fußwegen und Plätzen zu räumen. Mit drei Fahrzeugen war die AEP unterwegs. Wesentliche Einsatzbereiche waren die Hauptstraßen und Plätze. Die Arbeit war nicht so beschwerlich, dank der trockenen Witterung. Traditionell werden in den Folgetagen die weiteren Areale beräumt.

"Wir sind anfangs von der Bahnhofstraße über den Postplatz Richtung Altmarkt getourt und dann weiter die Neundorfer hinauf und die Friedensstraße", berichtete Mitarbeiter Thomas Will, der mit seinen fünf Kollegen und seiner Kollegin Angelika Stichler allerhand zu tun hatte. "Doch es ist nicht mehr Silvestermüll als in den Vorjahren", so der Mann von der AEP. Mit stoischer Ruhe nahm der Plauener mit einem elektrischen "Laubpuster" den feineren Dreck ins Visier, während um ihn herum zwei kleinere Reinigungsfahrzeuge den groben Dreck "einsaugten", gefolgt von einer großen Maschine.

Dass Müllmänner und Müllfrauen eigentlich froh sind, dass es genug zu tun gibt nach Silvester, ist die eine Seite, die andere gibt es aber auch, erläuterte Will: "Ein zunehmendes Problem ist der große Müll, die großen Batterien für Böller oder Raketen. Es wäre besser, die würde von den Nutzern nach der Feier weg geräumt. Denn es ist auch gefährlich, wegen der Autofahrer, die mitunter über solche Dinger drüber fahren." Auch Scherben zerdepperter Flaschen seien ein Sicherheitsrisiko für Passanten. Insgesamt werden wie im Vorjahr um die 15 Kubikmeter Müll eingesammelt. Das sind etwa zehn volle mittelgroße Abfallcontainer.

Zu einem kleinen Müll-Brand kam es gar im Dörfelgebiet, wo vermutlich Knaller in einen blauen Abfallcontainer geworfen wurden. Die Feuerwehr traf gegen 19.45 Uhr am Brandherd ein und löschte das Feuer. Derweil zog stundenlang ein unangenehmer Rauch in Richtung Innenstadt und ins Wohngebiet. Frank Blenz