Mylauer Wohnhausbrand: Explodierte Gasleitung nach Heimwerker-Arbeit?

Ursache des verheerenden Wohnhausbrandes in Mylau war womöglich eine Gasexplosion, vermutet die Polizei. Ein älterer Mann kam dabei ums Leben.

Mylau -Nach ersten vagen Erkenntnissen könnte der 78-jährige Mieter bei Reparatur- oder Heimwerkerarbeiten eine Gasleitung beschädigt haben, in dessen Folge es zur Explosion kam. Ein speziell geschulter Spürhund kam am Montag in der Wohnung des Toten, von wo vermutlich die Explosion ausging, zum Einsatz. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, die Untersuchungen in dem einsturzgefährdeten Gebäude gestalteten sich schwierig, teilte die Polizeidirektion Zwickau mit. Eine Obduktion soll auch klären, ob es sich bei der in der Wohnung gefundenen Leiche um den 78 Jahre alten Mieter handelt, wie die Ermittler vermuten.

Am Samstag war es in dem Wohnhaus in der Netzschkauer Straße 43 aus bisher ungeklärter Ursache zu einer Explosion gekommen. Anschließend brach Feuer aus, das sich über weitere Teile des Gebäudes ausbreitete. Acht Menschen erlitten Rauchvergiftungen. Als mutiger Retter einer Mutter und deren zwei Kindern trat Ranko Guberinic in Aktion (siehe Foto oben). Er kletterte auf das Dach des Nachbarhauses und half der Familie übers Dach zu balancieren.

"Den Familien aus dem Haus geht es zum Glück wieder gut", sagt Hausbesitzer Anastasios Chatziemmanuil. Der Grieche hatte das Haus 1991 gekauft und zwei Jahre später saniert. "Das Haus gehörte mit zu den gut sanierten Immobilien der Stadt", bedauert auch Bürgermeister Christoph Schneider das Unglück. Zur Schadenshöhe wurden bisher noch keine Angaben gemacht. cze

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