Musikinstrumente locken Touristen

Markneukirchen - Die Route der Industriekultur soll künftig 51 Sehenswürdigkeiten Sachsens ausweisen. Dabei führt sie auch ins obere Vogtland:

Am Montag bekamen das Musikinstrumenten-Museum und das Framus Museum in Markneukirchen und das Harmonikamuseum Zwota die Plakette als dazugehörige Stationen. Der sächsische Staatssekretär Roland Werner vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr übergab diese im Musikinstrumenten-Museum an dessen Leiterin Heidrun Eichler, an Andreas Egelkraut (Framus) und Siegward Glaß vom Förderverein Zungeninstrumentensammlung Zwota. Für die Route der Industriekultur stehen im aktuellen sächsischen Haushalt 200.000 Euro bereit.

"Die Route der Industriekultur umfasst industriegeschichtliche Sehenswürdigkeiten aller Art, neben dem Musikinstrumentenbau auch den Automobilbau, die Textil- und Glasindustrie. Mit der touristischen Erschließung wollen wir Sachsen als ehemalige Top-Industrieregion Europas aufzeigen und als Kulturreiseziel stärken", erklärte Staatssekretär Roland Werner.

"Für uns bedeutet die Plakette eine Würdigung, weil die Akkordeon-Industrie in Klingenthal langsam zu Ende geht. Wir besitzen rund 1.800 Mund- und Handharmonikas, Akkordeons und elektromechanische Instrumente und decken damit das ganze Spektrum von den Anfängen bis zur Neuzeit ab", freute sich Siegward Glaß vom Förderverein Zungeninstrumentensammlung und dem dazugehörigen Harmonikamuseum.

"Zwei Plaketten gehen nach Markneukirchen. Das ist schön und unterstützt unser Bestreben, die Stadt im Musikwinkel touristisch aufzubereiten und bekannt zu machen", sagte Markneukirchens Bürgermeister Andreas Jacob (CDU).

Die 51 Zeugen des Industriezeitalters bis 1945 sind in einer Broschüre und in einer begleitenden Internetpräsenz zusammengefasst. K.M.

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www.sachsen-tourismus.de