Musik wie ein Film für die Ohren

"Neue Heimat" heißt das Debütalbum der Band "Wenet", die zwei besondere Termine mit Plauen verbindet. Das letzte Livekonzert mit Publikum 2020 fand hier statt und auch das erste nach Veröffentlichung des Albums wird in der Spitzenstadt sein.

Plauen Seit vorigen Freitag sind neun Titel des "Werner Neumann Elektric Trio" endlich für alle zu hören. Aufgenommen wurden diese vor genau einem Jahr in einem Studio in der Nähe von Frankfurt und stammen fast ausschließlich aus Neumanns Feder. Dabei mischen sich auch bereits in anderer Art vertonte Songs unter ganz neue.
Gefunden haben sich die drei Musiker eher durch einen Zufall. Man habe schon früher miteinander musiziert und harmoniere gut.
Zwar kann Neumann einer E-Gitarre so ziemlich jeden Ton und jedes Genre entlocken, doch bleibt er im Jazz beheimatet. Die Orgel, die Steffen Greisiger spielt, fand er interessant. Beim Schreiben der Stücke spielte das jedoch keine Rolle. "Das entwickelt und ergänzt sich ja immer erst beim Spielen" sagt der Musiker, der mehrere musikalische Projekte verfolgt. Für "Wenet" holten Neumann und Greisinger den Schlagzeuger Tom Friedrich dazu und verliehen der oft genutzten Verbindung Orgel und Jazz einen neuen Anstrich. "So that", ein Stück auf dem Album, schrieb der Gitarrist bereits in seiner Studentenzeit. "Das hat schon viele Prozesse durchlaufen und ist in zahlreichen Varianten gespielt worden. Es gibt einfach Titel die bleiben", sagt Neumann, der als Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig selbst Studenten unterrichtet.Das eigentliche Releasekonzert vor Publikum findet nicht statt, dafür spielt "Wenet" am 24. April ein Livestreamkonzert von Plauen aus. Der Stream der "Alten Kaffeerösterei" wird nicht nur das erste Mal mit den Songs von "neue heimat" sein, sondern auch für Werner Neumann eine Premiere, was das Instrument betrifft. Bisher hat er bei Konzerten nicht zur Akustikgitarre gegriffen. Das soll sich nun ändern. Derzeit wird an der technischen Umsetzung gefeilt.
Das "Wenet-Werk" kommt daher wie eine Film für die Ohren. Man kann es in einem Stück hören und interpretieren, sich einfach nur treiben und überraschen lassen, oder einfach einzelne Titel für sich entdecken. röss