"Musical Fieber" präsentiert weltweit schönste Songs

 

"Burn, Baby, burn...", war wohl das richtige Lied, um sich vom "Musical Fieber" so richtig einheizen zu lassen.

Die große Jubiläumstournee entführte das Publikum in der Plauener Festhalle mehr als zwei Stunden lang in die Welt der erfolgreichsten Musicalproduktionen.

 

Highlights aus 20 international aufgeführten Shows, dargestellt von insgesamt drei Teams, die parallel etwa 150 Auftritte innerhalb eines viertel Jahres absolvieren. Das Besondere: Die Sänger und Tänzer werden von einer Live-Band begleitet. Mit Gitarre, Bass, Keyboard und Schlagzeug erklingen bekannte Melodien aus "Mamma Mia", "We Will Rock You" oder dem "König der Löwen".

 

"Ich bin frei, so frei und schwerelos...", erklang eine der glockenklaren Stimmen der Darstellerinnen aus "Wicked - die Hexen von Oz". Tänzerinnen und Tänzer wirbelten über die Bühne, ließen die Hüften bei "Dirty Dancing" kreisen und schmissen die Beine in die Höhe bei "Hairspray".

 

Etwas düsterer wurde es beim "Tanz der Vampire" oder "Jekyll und Hyde". Unterhaltsam skurril jedoch beim "Schuh des Manitu" und "Sister Act", wo alle Darstellerinnen und Darsteller einen Konvoi aus Nonnen bildeten und die Bühne rockten. Zwei große Leinwände auf der Bühne waren die Kulisse und entführten zu "Mozart" ins Schloss oder zu "Tarzan" in den Dschungel. Beeindruckend die höhen Töne des "Chormädchens Christine", die vom Phantom zum Singen gezwungen wurde und mit ihrer Stimme wohl Gläser zerspringen lassen könnte.

Zersprungen vor Aufregung hingegen, wäre fast die 16-jährige Leonie Trausch aus Langenschwarz bei Hünfeld. Sie sang das Lied "Du rettest die Welt für mich" und schlüpfte damit in die Rolle der "Elisabeth". Die Schülerin bekam ihre Chance im Vogtland, da beim Casting in Plauen kein geeigneter "Nachwuchsstar" gefunden wurde, um die Chance zu nutzen, vor so großem Publikum auf der Bühne zu stehen. Leonie reiste mit einer ganzen Fangemeinde an. Familie und Freunde begleiteten sie nach Plauen und leisteten ihr so vom Zuschauerraum her Unterstützung, während sie auf der Bühne der Festhalle fast schon wie ein Profi wirkte.    S. Rössel