Muffelt es bald bei der Plauener Polizei?

 

Plauen - In dem Gebäudetrakt in der Europaratstraße 9, aus dem erst kürzlich das Jugendamt auszog, könnte vielleicht das Plauener Polizeirevier untergebracht werden, informierte das Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB).

 

Zur Zeit stehen die Räume leer. Seitens der SIB werde die künftige Unterbringung des Polizeireviers Plauen einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung unterzogen. Das Ergebnis stehe noch aus. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass der Freistaat Sachsen das Objekt zum Verkauf anbietet. Konkretere Aussagen könnten jedoch zunächst erst bei Vorliegen der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung getroffen werden. Der Auszug des Jugendamtes sei auf Anraten einer Fachrunde erfolgt. Gesundheitliche Probleme und kein gutes "Arbeitsklima" habe die schlechte Luft in dem teilsanierten Haus bei den Mitarbeitern des Amtes zur Folge gehabt. Gutachten, beispielweise über den Klebstoff, der für den Fußboden verwendet wurde, blieben jedoch ohne konkretes Ergebnis.

 

Weder Messungen auf Formaldehyd oder Ausgasungen, noch Mauerwerksproben brachten Klarheit. Grenzwerte werden nach Aussagen eines Fachmannes nicht überschritten. Formaldehyd beispielsweise ist ein farbloser, stechend riechender Stoff, der bei Zimmertemperatur gasförmig ist und auch noch in ganz geringer Konzentration als Geruch wahrnehmbar ist. Abhängig von der Raumluft-Konzentration und dem Gesundheits-Zustand der jeweiligen Person kann es zu krankhaften Symptomen beim Einatmen kommen. Reiz-Erscheinungen der Schleimhäute, tränende Augen, Husten, Atemnot, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlafstörungen gehören zu den Anzeichen. Das Landratsamt entschloss sich zum Auszug im Februar, um weitere Erkrankungen und Beschwerden der Mitarbeiter zu vermeiden. sr