Münchner Künstler eröffnet Museum auf dem Lande

In Auerbachs Ortsteil Rempesgrün entsteht etwas Besonderes. In der ehemaligen Schule findet in naher Zukunft ein Kunst-Museum seinen Platz. Ulrich Otto, ein Maler und Sammler aus München, der mittlerweile in Rempesgrün lebt, hat sich diesem Vorhaben verschrieben und arbeitet seit drei Jahren an dem Projekt.

Von Hagen Hartwig

Auerbach/Rempesgrün - Zum Männertag öffnete er erstmalig sein Galerie-Haus für die Öffentlichkeit. "Ich bin mit dem Aufbau der Präsentation noch lange nicht fertig. Doch einen ersten Einblick wollte ich schon einmal gewähren. Ich zeige eigene Arbeiten und Werke von anderen Künstlern.", so der 73-Jährige. 
Hauptsächlich sind es großformatige Bilder und Installationen, die Ulrich Otto in den ehemaligen Klassenräumen präsentiert. "Die Räume sind groß und hell. Mein Kunst-Museum kommt voran", freut sich Otto und verrät bereits den zukünftigen Namen seiner Galerie: "AMaLA" - Auerbachs Museum auf dem Land". 
Doch es soll nicht nur eine Museum werden. Der umtriebige Mann plant daneben offene Atelierräume für andere (Hobby)-Künstler. Seine eigene Wohnung hat er ebenfalls in dem Gebäude gefunden. ""Es wird also ein bewohntes Kunst-Museum mit Arbeitsräumen", freut sich Otto.
Ulrichs Otto Weg nach Auerbach ist ein langer. 1944 in Potsdam geboren, wuchs er in München auf. Dort studierte er an der Akademie der Bildenden Künste Malerei und Kunsterziehung. Hinzu kamen etwas später noch die Fachrichtungen Kunstgeschichte und Archäologie. "Ich bekam Lehraufträge und war viele Jahre Mitglied der Produzentengalerie Adelgundenstraße München und war auf Ausstellung im In- und Ausland vertreten", berichtet der Künstler. Geschaffen hat er dabei vor allem Werke mit meditativen Charakter. Leuchtende Farben und geometrische Formen aus Acryl und Siebdruck bestimmen deren Ausstrahlung.
Als freischaffender Künstler lebte der Mann in München nicht schlecht. Doch irgendwann überstiegen die Kosten der großen Mietwohnung sein Budget. "München ist sehr teuer geworden. Ich begab mich auf Suche nach einer bezahlbaren Lösung. Leerstehende Fabriken oder geschlossene Schulen schienen mir interessant. 
So etwas gab es meiner Meinung nach nur noch im Osten", blickt der kreative Mann zurück. Durch einen Zufall kam er nach Auerbach. Zufällig war dort auch das Kennenlernen mit Stadtrat Joachim Otto, der weder verwandt noch verschwägert mit dem Künstler ist. 
"Joachim hat mir mehrere leerstehend Immobilien in der Stadt gezeigt. Unter anderem war da auch die alte Schule in Rempesgrün dabei. Alles Weitere regelte das Auerbacher Rathaus, vor allem aber der ehemalige Baubürgermeister Gerd Badstübner, dann in meinem Interesse", so der Münchner, der in Folge zum Auerbacher Bürger wurde.
Perfekt gemacht wurde alles vor drei Jahren. Nach dem Erwerb der Schule zog Ulrich Otto dort ein und begann mit der Umsetzung seines ambitionierten Vorhabens. 
Schrittweise Renovierungen waren notwendig, Otto konnte sich dabei auf einige Helfer verlassen. "Es gab eine Menge Arbeit. Doch aufgeben wollte ich nie. Nun bin ich kurz vor dem Ziel", betonte Ulrich Otto am Himmelfahrtstag.