Mühltroffer Haushalt auf wackligen Füßen

Mühltroff  - Der Haushalt 2011 der Stadt Mühltroff steht - auf wackeligen Füßen. Und Investitionen gibt es nicht.Mühltroff - Nur mit größter Mühe konnte das Zahlenwerk in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen werden. Rücklagen sind bis auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbetrag von 33 000 Euro aufgebraucht. Sinkenden Zuweisungen und Steuereinnahmen stehen erhöhte Abgaben und Umlagen gegenüber.

Erstmalig kann die Stadt Mühltroff heuer keinerlei Investitionen tätigen. Nahezu ohnmächtig stimmten die Stadträte dem von Kämmerin Andrea Just vorgelegten Papier zu, welches nicht den geringsten Handlungsspielraum lässt. Die einzigen zur Verfügung stehenden Einnahmen sind 3700 Euro aus der investiven Schlüsselzuweisung sowie 1200 Euro aus der Vorsorgerücklage. Beide Beträge müssen jedoch zur Rückzahlung des Kredits an den Schulverband Rosenbach eingesetzt werden.

Außerdem gilt es, in Höhe von knapp 61 000 Euro weitere Kredite zu tilgen. Der Schuldenstand beläuft sich zum Jahresende 2011 voraussichtlich auf knapp 1,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 998,20 Euro. "Dieser Trend setzt sich auch in den Folgejahren fort", so Just. "Erst 2014 kann wieder mit geringen Investitionen gerechnet werden."

Die Hebesätze für die Gewerbesteuer und Grundsteuer A sollen bei 380 von Hundert (v.H.) beziehungsweise 345 v.H. konstant bleiben. Der Hebesatz der Grundsteuer B steigt von 435 auf 445 v.H. und liegt damit knapp unter dem sächsischen Durchschnitt (448 v.H.). "Sämtliche Ausgabenansätze sind in diesem Jahr sehr minimal gehalten", rechnet Bürgermeisterin Christine Weinrich bereits vorab damit, dass so manche Position überschritten werden wird.

 

Bei den Kosten für den Winterdienst ist das schon jetzt der Fall. "Die geplanten 10 000 Euro sind bereits jetzt überschritten." Und am Ende des Jahres 2011 ist schon wieder Winter. Was dann werden soll, weiß in Mühltroff keiner. Hier liegt die Hoffnung beim Land Sachsen. "Wir hoffen, dass von dort irgendwelche Zuschüsse für den Winterdienst und die Beseitigung der enormen Winterschäden an den Straßen kommen", so Weinrich. Abgefragt worden seien die Schäden bereits.  ctm