Mord vor 30 Jahren: Bruder des Opfers soll als Zeuge aussagen

Vor dem Landgericht Zwickau wird am Dienstag der Prozess im fast 30 Jahre zurückliegenden Mordfall Heike Wunderlich fortgesetzt.

Am ersten Verhandlungstag im neuen Jahr ist ihr Bruder Frank als Zeuge geladen. Von ihm erhoffen sich die Prozessbeteiligten nähere Angaben zu den Lebensumständen seiner Schwester. Heike Wunderlich war am 9. April 1987 vergewaltigt und erdrosselt worden.

Angeklagt ist der 61-jährige Helmut St., der zur Tatzeit in Plauen lebte und nun in Gera wohnt. Der Frührentner hat sich bislang zu den Vorwürfen nicht geäußert. Die Polizei hatte ihn dank verbesserter Analysemethoden durch eine DNA-Spur ermittelt. Seit März vergangenen Jahres sitzt der Angeklagte in Untersuchungshaft, die er wegen der Folgen eines Schlaganfalls im Haftkrankenhaus verbringt.

Mit einem Rollstuhl wurde er in den Verhandlungssaal gefahren (Foto). Der Prozess hatte ursprünglich bereits am 5. Januar fortgesetzt werden sollen, war aber aufn Grund einer Erkrankung des Vorsitzenden Richters verschoben worden. va