Mopeds knattern in Rekordzahl durch Kürbitz

Fast 600 SR-Mopeds - so viele wie noch nie - waren am Sonntag am SR-Treffen zum Löwenspektakel in Kürbitz beteiligt. Die Rundfahrt der Mopeds ist zur Tradition geworden. Gab es die ersten Jahre ein paar Neugierige, die den Wegesrand säumten, so werden jetzt Bierbänke, Sonnenschirme und allerlei Sitzgelegenheiten vor den Häusern am Rande des Rundkurses aufgebaut um, mit Nachbarn oder Besuchern her auf Zweiräder zu warten.

Bei der ersten Fahrt vor mehr als zehn Jahren zählte man 14 Teilnehmer - dieses Mal waren es 584. Neben Kürbitzern, Weischlitzern, Schneckengrünern und vielen anderen Vogtländern reisten auch Dresdner und Berliner an. Die weiteste Strecke legten SR-verrückte Teilnehmer aus Ungarn und Polen zurück.

 

Durch das neue Anmeldesystem ging in diesem Jahr alles reibungsloser. Schon im Vorfeld bestand die Möglichkeit, sich eine Startnummer zu holen. So gab es bereits am Samstag über 300 Meldungen, zu denen am Sonntag fast nochmal so viele dazu kamen. Das Eröffnungsprogramm stand unter dem Motto "Born to be wild - Flower Power": Manche Mitwirkende waren entsprechend gekleidet, und es stand ein alter Kia im bunten Sonnenblumenlook als Losbude auf dem Gelände. Zur Erinnerung an Woodstock vor 40 Jahren waren auch die Lose in Form von Joints gedreht - also wie Haschisch-Zigaretten.

 

Ganz neu und sehr gut angenommen wurde der Zeltplatz. Etwa 140 Personen campierten auf der Wiese an der Elster und konnten so schon ganz früh beim Löwenspektakel dabei sein.Zwischen grauen, braunen, metallic-farbenen und unglaublich kreativ gestalteten Zweirädern, fiel ein großes Rotes ins Auge. Jürgen Hartmann aus Worbis kam nicht zum ersten Mal mit seinem SR-Tandem das er selbst kreiert hat. Zusätzlich zu vier weiteren Fahrern traf ein ganzer Reisebus Fans in Kürbitz ein, die einzig nur für die Traditionsfahrt ins Vogtland kamen.

 

Nach einem relativ reibungslosen Start verlief auch die ganze Strecke ohne größere Probleme. 22 Ausfälle gab es und einen Verletzten, der am Pedal hängen geblieben war. Alle anderen trieb der Fahrtwind so nach und nach wieder zum "Goldnen Löwen". Einen Wettbewerb gab es in diesem Jahr nicht, trotzdem wurden Ehrenurkunden an den Mann oder die Frau gebracht. Als besonderer Gast und Hilfe beim Verteilen kam der ehemalige DDR-Trabant-Rallye-Meister Wolfgang Kießling vorbei. sr