Modepark Röther hilft Vogtländern

Plauen - Wird es in diesem Jahr wieder gelingen, mehr als 10 000 Euro für die Aktion "Hilfe für Nachbarn" zusammenzubekommen? Dank der großartigen Unterstützung spendenfreudiger Vogtländer wächst der Kontostand immer weiter.

 

Um recht viele Wünsche all jener Mitmenschen, die selbst dazu finanziell nicht in der Lage sind, zu erfüllen, kommt es auf jeden Euro an. Und die Organisatoren freuen sich über die große Anzahl Vogtländer, die die Hilfsaktion von Sparkasse, Vogtland-Anzeiger und der Liga der Wohlfahrtsverbände, vertreten durch das DRK Auerbach, die Volkssolidarität Plauen/Oelsnitz und die Diakonie Plauen, mit ihren Spenden unterstützten. Dafür gebührt jedem einzelnen ein großes Dankeschön.

 Mit der stolzen Summe von 500 Euro stockte gestern der im Plauen Park ansässige Modepark Röther die Spendensumme weiter auf. "Wir wollen Gutes tun und zugleich das ehrenamtliche Engagement all jener unterstützen, die sich für die in Not geratenen Mitmenschen einsetzen", sagte Michael Röther, der für die Scheckübergabe aus Schwäbisch Hall, dem Sitz des Familienunternehmens nach Plauen kam. "Ich will mich natürlich auch in unserer Filiale umschauen, die ja erst Anfang Oktober ihre Türen öffnete", fügte er hinzu.

 

Für ihn sei es sehr traurig, wenn Kinder keine Weihnachten erleben können. "Jedes Kind freut sich doch auf ein Geschenk", sagte der Vater eines vierjährigen Sohnes. "Und deshalb wollen wir mit unserer Spende ein bisschen dazu beitragen, dass natürlich auch arme Familien und vor allem deren Kinder etwas auf dem Gabentisch finden können", sagte Michael Röther, der mit seinem Bruder Thomas die Geschäfte des weit in die Vergangenheit reichenden Unternehmens führt.

 Der Modepark Röther hat insgesamt 19 Filialen deutschlandweit. Wobei die Filiale in Plauen nach Aussage der Filialleiterin Anett Schmidt die erste in den neuen Bundesländern ist. Auf 4500 Quadratmetern Verkaufsfläche gibt es Mode für die ganze Familie, inklusive Schuhen und Assessoirs. 35 Mitarbeiter arbeiten hier. "Der Modepark Röther wurde sehr gut angenommen", sagte Anett Schmidt und verriet auch, dass die nächste Filiale etwa 300 Kilometer entfernt sei.

 Neben der Spende für "Hilfe für Nachbarn" überreichte das Familienunternehmen auch einen Scheck über 500 Euro an Landrat Dr. Tassilo Lenk. Das Geld fließt in die Stiftung für krebskranke Kinder im Vogtland, die als Verein vor zwölf Jahren vom Landrat ins Leben gerufen wurde. Derzeit werden mit den Stiftungsgeldern 25 an der heimtückischen Krankheit erkrankte Kinder und Jugendliche bis zum 21. Lebensjahr betreut. Nach Aussage des Landrates gehe es dabei um Fragen der medizinischen Betreuung ebenso wie um Unterstützung während des Krankenhausaufenthaltes für die betroffenen Familien bis hin zu Ausflügen und Erlebnissen, die den Kindern bei der Genesung helfen.

 

 "Leider verlor in diesem Jahr ein Kind den Kampf gegen die Krankheit. Fünf Kinder sind neu an Krebs erkrankt und werden nun ebenfalls unterstützt und betreut", sagte Lenk, der ebenfalls mit dem Plauener Oberbürgermeister Ralf Oberdorf die Schirmherrschaft für die Aktion "Hilfe für Nachbarn" von Anfang an übernahm. In diesem Jahr jährt sich die Aktion zum zehnten Male. Und in all den Jahren hat die Spendenbereitschaft der Vogtländer nicht nachgelassen.

 

Das beweist den Organisatoren, dass die Vogtländer ihr Herz am rechten Fleck tragen und Nächstenliebe für sie kein Fremdwort ist. Noch gibt es die Möglichkeit, die Hilfsaktion in diesem Jahr weiter zu unterstützen. Wer das möchte, kann dazu den abgebildeten Coupon nutzen. Jeder Euro hilft, weiteren Familien eine Freude zum Weihnachtsfest zu machen. M. T.