Mobilfunk-Lücke bei Treuen bald geschlossen

Kein Empfang - in manchen Gegenden müssen Mobilfunknutzer immer noch damit rechnen, dass sie nicht telefonieren können oder Gespräche mittendrin abbrechen. Netzbetreiber versprechen Besserung, auch in Treuen.

Plauen/Treuen - Betreiber von Mobilfunknetzen können nicht überall eine optimale Versorgung garantieren. "Gerade im Grenzraum sind wir von Genehmigungen der Bundesnetzagentur abhängig, weil dort internationale Regulierungsbeschränkungen gelten", sagte Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck. Die Deutsche Telekom AG verweist auf eine bundesweit nahezu lückenlose Versorgung mit dem Mobilfunkstandard GSM.

Das Unternehmen sei permanent dabei, das Netz an neue Anforderungen anzupassen, sagte Pressesprecher Georg von Wagner. In verschiedenen Städten, darunter Dresden, Chemnitz, Leipzig, Zwickau und Plauen, gebe es inzwischen eine hohe Bandbreite. "Alle Entscheidungen eines börsennotierten Unternehmens unterliegen wirtschaftlichen Betrachtungen", gab der Sprecher zu bedenken. So gebe es etwa keine Notwendigkeit, Waldgebiete großflächig abzudecken.

Vodafone will 2014/2015 bundesweit rund vier Milliarden Euro investieren, um das Netz für das zunehmende Datenvolumen und den wachsenden Zugriff von Verbrauchern fit zu machen, wie Firmensprecher Ellenbeck ankündigte. Für Sachsen sei in diesem Jahr vorgesehen, Lücken unter anderem im Vogtland bei Treuen zu schließen. Selbst in dünn besiedelten Landstrichen wolle Vodafone das Netz weiter ausbauen, sagte Ellenbeck. "Aus wirtschaftlichen Gründen lohnt es sich jedoch nicht überall, eine Sendestation mit der kompletten Bandbreite an Technologien aufzustellen", räumte Ellenbeck ein. Grundsätzlich solle die Versorgung mit Sprachtelefonie gewährleistet sein. va