Mit meko und Vogtland-Anzeiger vor die Kamera

Jetzt Chance nutzen! Ob weiblich oder männlich - wer schon immer einmal vor der Kamera stehen und dazu noch ein Mode-Label präsentieren wollte, der hat dazu jetzt beste Chancen. Melanie Köhler, die Macherin von meko, sucht zusammen mit dem Vogtland-Anzeiger junge Leute, die sich vor die Kamera trauen und sich mit meko-Mode ablichten lassen. Die Bilder sollen dann die neue Kollektion vorstellen beziehungsweise für den brandneuen Onlineshop verwendet werden. Spezielle Vorkenntnisse oder gar Laufstegerfahrung sind nicht notwendig. "Vielmehr lege ich Wert auf Ausstrahlung und Persönlichkeit", nennt Melanie Köhler zwei wichtige Auswahlkriterien. Schließlich müssen die Models zu meko passen und sich mit dem aufstrebenden Mode-Label identifizieren. Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, der schickt uns ein oder auch zwei aussagekräftige Fotos von sich. Darauf sollten das Gesicht und die gesamte Person gut zu erkennen sein. Wir brauchen zudem die Konfektionsgröße, die Schuhgröße, die Körpergröße, das Alter, die Adresse (bitte die Telefonnummer nicht vergessen) und was eure Hobbys sind. Die Bewerbungsunterlagen können per Post an: Vogtland-Anzeiger Kennwort: meko Martin-Luther-Straße 50 08525 Plauen oder auch per E-Mail an: vlife@vogtland-anzeiger.de geschickt werden. Melanie Köhler und das vlife-Team werden dann alle Bewerbungen sichten und die Models für die neuen meko-Kreationen auswählen. Einsendeschluss ist der 9. April 2010. Wir werden über den aktuellen Stand berichten und die neuen Models dann auch im Vogtland-Anzeiger vorstellen.

 

 

"Ich liebe Stoffe. Oft sehe ich einen Stoff und denke, den muss ich haben. Erst später habe ich dann eine Idee, kritzel meine Gedanken auf einen Zettel und arbeite auch mal die ganze Nacht durch. Ich bin dann wie ein kleines Kind und muss wissen, ob es auch so ist, wie ich es mir vorstelle", erzählt Melanie Köhler. Die 28-Jährige lebt und arbeitet in Gütterlitz - ein kleines Dorf in Ostthüringen, das kaum einer kennt. Dafür ist aber Melanie Köhlers Mode-Label meko um so bekannter und beliebter. Meko ist auch für viele Plauener und Vogtländer längst kein unbekannter Begriff. Als junges Mode-Label war es anfangs, das war ab 2006, noch in einem Plauener Szeneladen zu bekommen und fand besonders bei jungen Leuten viel Zuspruch. Doch dort sind die Pullover, Shirts, Tops, Accessoires, Oberteile und Kleider von meko inzwischen aus den Regalen verschwunden. "Ich biete meine Sachen heute nur noch über das Internet an", erklärt die Designerin ihren Rückzug, der eigentlich für sie ein Vorstoß war und noch immer ist. Der Vertrieb über Geschäfte habe nicht nur viel Zeit in Anspruch genommen, er hat auch Waren gebunden. "Ich musste für die Läden ganze Kollektionen vorproduzieren und damit auch finanziell in großem Maße in Vorleistung gehen", nennt Melanie Köhler zwei wesentliche Gründe, den Vertrieb ihres Labels seit 2008 nur noch über das Internet zu organisieren. Heute werden ihre Muster in kürzester Zeit in den Online-Shop gestellt. Die Fertigung erfolgt erst nach Bestellung und Zahlungseingang. Zum Angebot gehören feste Kollektionen für Frauen und Männer. Unter der Rubrik "Create your own meko" können die Käufer nicht nur ihre Größe, sondern sogar unterschiedliche Details wählen, wie zum Beispiel Knöpfe, Schleifen, Farben und Stoffe. So kann jeder bei meko sein individuelles Einzelstück kreieren und bestellen. Nach zehn bis 14 Werktagen ist dann alles per Post beim Kunde. "Viele kommen sogar selbst zu mir und holen ihre Bestellung persönlich ab", freut sich Melanie Köhler über die gute Resonanz auf ihre Kreationen. Getragen wird meko von jungen Leuten "die trendbewusst ihr erstes Geld für den selbst gekauften Pullover ausgeben", sowie von all denen, die meko lieben. Und da spielt Alter keine Rolle, hier zählt einfach nur, dass man sich in den Sachen wohl fühlt. Ob sie allein vom Designen von Mode und vom Schneidern leben könne? "Ich allein nicht, ich habe bereits erste Mitarbeiter", freut sich Melanie Köhler über den Zuspruch, dass sie mit ihrer Mode und mit ihrem Konzept Erfolg hat. So verkauft die Designerin ihre Stücke längst nicht nur in der Region. Bestellungen gehen aus ganz Deutschland, Europa und darüber hinaus bei ihr ein. Trotz der guten Nachfrage legt Melanie Köhler besonders großen Wert auf Kleinserien und will auch künftig mit ihrem Label fernab der Massenware bleiben. Seit 2006 entsteht pro Jahr eine Kollektion, die unter einem bestimmten Thema steht und sich auf Frühling/Sommer sowie Herbst/Winter verteilt. "Die Ideen dazu kommen tagtäglich aus meinem Umfeld." Ob neue Stoffe, Pflanzen, farbige Blüten, Erinnerungen aus dem Urlaub, Gespräche und Erlebnisse mit Freunden oder andere Orte - nahezu alles dient als Quelle für Ideen. Und zwischen 11 und 12 Uhr kommen dann immer die kreativen Einfälle? "Natürlich nicht. Ich habe dafür nicht extra eine feste Zeit pro Tag. Es gibt Tage, da wird nacheinander nur an Aufträgen gearbeitet. Und dann hat man natürlich auch feste Zeitfenster, in denen die jeweiligen Kollektionen entstehen", erzählt Melanie Köhler. Schließlich lassen sich Herbst/Winter und Frühling/Sommer nicht verschieben. Die Einfälle dazu haben sich meist über einen längeren Zeitraum angesammelt, wurden in Skizzen und Stoffmustern festgehalten. Zwischen den Kollektionen gibt es immer wieder die bereits anfangs erwähnten einzelnen Entwürfe, die schnell und auch mal über Nacht entstehen und in die Tat umgesetzt werden. Sind die jeweiligen Muster und Kollektionen fertig, werden sie fotografiert und so schnell wie möglich ins Web gestellt. Um alles kümmert sich Melanie Köhler selbst. Die Models kommen aus ganz Deutschland. "Es sind Leute mit Ausstrahlung und die zu meko passen." Bei all ihren Produkten legt die Designerin Wert auf Vielfalt, viel Farbe, viele Materialien, viel Stoff, das ist meko. Und: "Ich trage alle meine Sachen selbst. Ich stehe hinter meinen Lieblingsmustern, meinen Farben und meinen Entwürfen - meko, das bin ich." So wächst und verändern sich die Kollektionen, wie sich auch die Designerin verändert. "Ich will das machen, was ich bin." Vor allem soll ihre Mode authentisch sein und bleiben. Auch das schätzen ihre Kunden. Melanie Köhler studierte an der Westsächsischen Fachhochschule Zwickau, Fachbereich Angewandte Kunst Schneeberg, vier Jahre Modedesign. Die Basis für ihr Abschlussdiplom bildete die Arbeit "Stadtkind - eine Streetwear-Kollektion". Dazu lebte und arbeitete sie mehrere Monate in Berlin. Auch nach Studienabschluss und Diplom war Melanie Köhler noch in der Hauptstadt tätig und machte sich 2006 selbstständig. "Ich versuchte mich in Berlin zu verwirklichen und musste feststellen, dass ich nicht in die Stadt gehöre. Meine Mutter machte mir dann das Angebot, Räumlichkeiten in Gütterlitz auszubauen." So entstand 2006 ein kleiner Laden im Heimatort, in dem auch produziert wurde. Inzwischen gibt es diesen Laden nicht mehr. Er musste der Produktion weichen. Überhaupt habe man inzwischen mit Lager, Zuschnitt, Fertigung und Versand in Gütterlitz nahezu alle räumlichen Kapazitäten des Elternhauses ausgeschöpft. In die Zukunft blickt die junge Designerin optimistisch. Da gibt es noch viele Ideen, die in Mode umgesetzt werden wollen. -schin Unser Tipp: Unbedingt stöbern und schauen unter: www.meko-store.de