Mit der Lego-Bahn durchs Mühltroffer Schloss

Ulrich Wolfrum schätzte am Sonntagnachmittag ein, "dass dieses Jahr die 1000er Marke geknackt wird, denn allein gestern und heute hatten wir an den Anlagen schon 800 Gäste zu verzeichnen."

Unter seiner Regie fahren die Züge auf der großen Lego-Bahnanlage, die Michael Bürgermeister aus Cunewalde mit den Mühltroffer Vereinsmitgliedern in zwei Tagen aufgebaut hat. "Alles ist Handarbeit und völlig aus Legosteinen errichtet, und es machte viel Mühe, die Elemente aus den zahllosen Kartons zusammenzufügen", sagt er, während er die Züge steuert. Immer wieder sind es besonders die Kleinsten, die sich von der zwei mal sechs Meter großen Anlage begeistert anziehen lassen, auf der 37 Meter Gleise verlegt sind.

Ebenfalls im Kospothsaal des Schlosses hat Hans-Martin Jäkle aus Plauen seine ebenso große Anlage aufgebaut, die er bereits per Computer steuert. Zahllose Details hat er in den letzten vier Jahren zusammengetragen und so fahren nicht nur Züge, sondern auch andere Objekte auf der Anlage bewegen sich: So löscht die Feuerwehr einen Brand, auf einer Wiese wird gemäht, die Kirchenglocken läuten und der Rummelplatz bietet ein lebendiges Bild.

Doch auch die Anlagen in den anderen Räumen der Ausstellung wurden beehrt. Anziehungspunkt ist die große Clubanlage des Vereins. Eine Anlage im Rohbau veranschaulicht das Entstehen eines Modells, nebenan brennt in einer historischen Stadt ein Gebäude - die Feuerwehr ist im Einsatz. Und für die Selbstfahrer unter den Besuchern steht eine Modellanlage zum Ausprobieren der vielleicht soeben beim Bastel-Fuchs erworbenen Teile zur Verfügung.

Neben der Möglichkeit genüsslich einen Imbiss einzunehmen, bot der Schlossförderverein für Interessierte eine Schlossführung und wenige Schritte entfernt, zog auch das DDR-Museum seine Besucher an. Insgesamt eine runde Sache, mit der Mühltroff am Wochenende punkten konnte beziehungsweise am nächsten punkten kann.