Mit dem Lift ins Vogtlandmuseum

Plauen - Das Vogtlandmuseum Plauen ist seit Dienstag barrierefrei. Im Innenhof Nummer 11 wurde von Museumschefin Silke Kral ein moderner Glas-Stahl-Lift eingeweiht.

Sven König, ein Plauener im Rollstuhl, durfte ihn zuerst testen und nach oben fahren. Wenig später kehrte er zurück, mehrfach fotografiert beim Ausfahren und erfreut begrüßt. "Es war okay, ich glaube, ich komme jetzt öfters in mein Vogtlandmuseum, das ich bisher ja nur eingeschränkt besuchen konnte", sagte der Plauener. Der Lift fügt sich sehenswert und sorgfältig konzipiert in das alte Ambiente des Hauses ein. Es sind historische Verfugungen und Trageverstrebungen aus Holz (Holzerker) zu sehen und der Weg zum Aufzug führt tatsächlich durch eine extra geschaffene Öffnung eines Teiles der alten Stadtmauer, die im Bereich der Museumshöfe erhalten ist.

Das Dach wird durch eine Verglasung am Ende des Lifts aufgewertet. "Wir danken den Ausführenden, den Planern und Machern für dieses Werk sehr herzlich. Es ist wunderbar", fand Silke Kral lobende Worte. Der Lift sei eine Aufwertung der Einrichtung in mehrerer Hinsicht. Zum einen ist das Haus damit barrierefrei und für jedermann erreichbar. Der Aufzug ist für jeden nutzbar. Der Bereich um den Lift verbindet gleich zwei Höfe (9 und 11) und er kann auch als Transportgerät für die museale Arbeit genutzt werden. "Wir können mit dem Aufzug Vitrinen und Exponate einfach besser in die oberen Etagen bringen", sagte Silke Kral.

Die Bauzeit wurde eingehalten, die Kosten belaufen sich auf 630.000 Euro. Davon wurden 504.000 Euro Fördermittel aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" je zur Hälfte von Bund und Freistaat zur Verfügung gestellt.

Die Objektplanung kam vom Architekturbüro Matthias Berger aus Chemnitz. Weitere Ausführende waren das Architekturbüro Radüschel aus Ellefeld sowie das Placo Bauingenieurbüro Plauen. Das richtige Licht plante Anke Augsburg. Die technische Ausrüstung des Lifts realisierte das Ingenieurbüro Martin in Jößnitz. fb