Miss Vogtland heißt Theresa

Neudörfel - Wir haben sie - die neue "Miss Vogtland": Sie heißt Theresa, ist im Lengenfelder Ortsteil Irfersgrün bei Gundram Lenk beheimatet und steht auf langen schlanken Beinen. Von letzteren besitzt sie gar vier Stück, die ebenso hübsch sind, wie der ganze Körperbau harmonisch ist.

Mit einem Klaps aufs Hinterteil gab Preisrichter Alexander Braune am Sonntag seine Entscheidung bekannt. Die 2005 geborene Kuh Theresa ist das schönste Milchvieh im Vogtland. Die mittlerweile 2. Miss-Wahl beschloss den Reigen von Preisvergaben während des 15. Vogtländischen Jungzüchter-Vorführwettbewerb in Neudörfel. Für den Vorsitzenden des Vogtländischen Jungzüchterclubs, Christoph Lenk, gab es am Ende doppelten Grund zur Freude: Er resümierte nicht nur eine gut gelungene und gut besuchte 15. Auflage des Wettbewerbs, sondern er war es auch, der "Miss Theresa" am Ring den Preisrichtern vorführte. Die knapp vierjährige "Fistje" von der Agrargenossenschaft Bockendorf hatte für den Preisrichter aus Schönwalde in Sachsen-Anhalt auch etwas Hervorragendes - das bestechend schönste Euter und bekam auch dafür einen der Nebenpreise.

 

Mit Gelassenheit ertrug es die 16-jährige Casandra, als sie von Matthias Schütze von der Waldkirchner Landwirtschaftsverwaltung in den Ring geführt wurde. Ihr wurde eine Schärpe nicht für Schönheit, sondern für ihre Lebensleistung verliehen. Schließlich hat die Milchkuh in ihrem gesamten Leben schon 121 000 Liter Milch gegeben. Angesichts dieser Tatsache, darf ein Euter auch etwas außer Form geraten. Der eigentliche Wettstreit - das Vorführen - ging der Vergabe dieser Sonderpreise voraus. 40 Teilnehmer im Alter von fünf bis 24 Jahren zeigten, was sie im Umgang mit Kälbern drauf hatten. Schon der jüngste im Feld, Jacob Seifert von der Kuhn GbR in Schönberg, bewies sich als kleiner Profi beim Führen seines Kälbchens "Hit Nasasda".

Beim Vorführwettbewerb hatten die Juroren herauszufinden, bei welchem Paar die Harmonie in der Zusammenarbeit am größten ist. Es galt zu bewerten, wie Vorführer und Kalb auch hinsichtlich der Größe zusammenpassen, ob das Tier die Anweisungen des Züchters befolgt, mit erhobenem Kopf läuft, sich mit geschlossen Beinen aufstellt und die gewünschten Kreise durch die Bahn zieht. In der Altersklasse 16 bis 20 Jahre trug Tobias Döhler mit "Narde" vom Landwirtschaftsbetrieb Thomas Döhler aus Wildenau den Sieg davon. Marc Schlesinger mit "Zella" vom Betrieb Bernd Schlesinger aus Ebersbrunn siegte in der Altersklasse der 21- bis 24-Jährigen. Beide qualifizierten sich damit zur Teilnahme am Bundes-Jungzüchterwettbewerb Ende Juli in Bismarck.

 

Und weiter ging es in der Bewertung. Das beste Typtier "Gazelle" führte Maria Lenk vor. Ebenso wie die "Miss Vogtland" stammt das Kalb aus der Zucht von Gundram Lenk. Den Pokal des Gesamtsiegers aller Wettbewerbe konnte Tobias Döhler für sich verbuchen. Das Duett zwischen ihm und dem zweijährigen Kalb "Narde" fiel bei den Preisrichtern optimal aus. Den Reservesieg, quasi Vizemeistertitel, errang Tobias Schossow mit "Mara" aus dem Hartmannsdorfer Stall von Anja Müller. Noch ein Wort zum Preisrichter. Von Alexander Braune weiß man, dass er bereits mit zwölf Jahren als Preisrichter eingesetzt wurde. Heute ist er 20 und bewies am Wochenende nicht nur hohes Fachwissen sondern auch enormes Moderatoren-Talent.  mam