Miniaturen in Hager-Scheune

Posseck Eine Ausstellung von historischen Gebäuden im Miniaturformat, gebaut von Dietmar Kühn und bestehend aus Bildern der Hobbymalerin Gabriele Paries fand am 15. September in der Hager-Scheune in Posseck statt. Eingeladen waren neben der Dorfbevölkerung auch die ehemaligen Possecker sowie alle interessierten Bürger aus nah und fern. Und das Interesse war groß. Schnell füllte sich die Scheune und auch das Zelt auf dem Vorplatz. Die Bürgermeisterin, Ilona Groß, begrüßte alle Anwesenden herzlich. Sie erwähnte, dass Posseck 1325 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Seit 1993 ist Posseck ein Ortsteil von Triebel. Im Zuge der 675-Jahrfeier im Jahr 2000 gründete sich der Heimatverein Posseck. Von der Gemeinde wurde dem Verein die Scheune übergeben. Sie ist nun ein Haus der Generationen geworden. Kinderbasteln und Gymnastik, die Frauengruppe, der Kleintierzuchtverein und auch die Feuerwehr sind hier regelmäßig zu Gast. Heimat, so sagte die Bürgermeisterin, ist Familie, Geborgenheit, Gemeinschaft und Traditionspflege. Lag das Dorf bis zur politischen Wende 1989 am Ende der Welt, so befinde man sich jetzt in der Mitte Europas. In den letzten Jahren habe sich Einiges in Posseck getan. Der Dorfplatz wurde 2016 neu gestaltet. 2017 wurde die 1. Osterkrone aufgestellt und ein Jahr später kam der Maibaum dazu. Verfallene Häuser wurden abgerissen. Dadurch entstanden neue Grünflächen und auch ein Wander-Rastplatz als Informationspunkt. "Diese positiven Veränderungen sind größtenteils der privaten Initiative von Familie Dietmar Kühn zu verdanken", so Ilona Groß. Durch die jetzige Ausstellung wolle man Traditionen bewahren. Die Miniaturhäuser tragen die Handschrift des Erbauers Dietmar Kühn und des Malers, Herrn Schubert aus Morgenröthe-Rautenkranz. Bestandteil der neuen Ausstellung sind auch die Bilder von Hobbymalerin Gabriele Paries, die einige ihrer Werke zeigt. aus. Gabriele Paries kam erst vor ein paar Monaten nach Posseck und hat hier ihre neue Heimat gefunden. Im Anschluss der Begrüßungsrede übergab ein ehemaliger Possecker, Herr Täuscher, der jetzt in Köln wohnt, eine Erinnerungs -CD von der 675-Jahrfeier an den Vorsitzenden des Heimatvereins. Manche Gäste sahen sich hier nach vielen Jahren erstmals wieder und hatten dementsprechend viel zu erzählen. Bei Kaffee, Kuchen, Häppchen, selbstgebackenem Brot und selbstgemachter Marmelade und natürlich frisch gezapftem Bier wurde es ein sehr gemütlicher Nachmittag. Weiter geht es mit Feierlichkeiten in Posseck. Denn bald schon steht die Kirmes ins Haus. Am 12. und 13. Oktober wird gefeiert. Am Samstag beginnt dann das Treiben um 14 Uhr. Für Unterhaltung sorgen die Kinder der "Villa Kunterbunt" aus Triebel, die "Obervogtländischen Cheerleader" und "Kreizdaquer". Kulinarischer Höhepunkt wird der beliebte "Sauarsch" sein. Am Kirmes-Sonntag beginnt um 10 Uhr ein Weißwurstfrühschoppen.