Millionen-Projekt in Bad Brambach

Der Gesundheitsmarkt boomt auch in Sachsen, Kurbäder locken zunehmend Gäste an. In Bad Brambach setzt man auf Radon - und investiert Millionen.

Bad Brambach -    Bad Brambach will sich stärker auf das Edelgas Radon als natürliches Heilmittel spezialisieren - und investiert dafür zehn Millionen Euro. Das Sächsische Staatsbad soll mit seinen fünf Radon-Quellen an die Spitze der Radon-Standorte in Europa kommen, sagte Geschäftsführer Gernot Ressler im Beisein von Finanzminister Matthias Haß (CDU) bei der Vorstellung des geplanten Radon-Therapiezentrums am Freitag in Bad Brambach. Rund 10 000 Radonanwendungen pro Jahr waren bisher in Bad Brambach möglich - in Form von Bädern und Trinkkuren. Doch man stoße in stark frequentierten Kernzeiten an die Grenzen. Nach der Erweiterung 2020 hoffe man auf eine Verdopplung der Kapazität. Nur Bad Brambach und Bad Schlema können von insgesamt 15 sächsischen Kurorten eine Radon-Behandlung anbieten.
 Spatenstich für das Therapiegebäude "Kolonnaden am Teich" soll am 6. Juli sein. Bereits im Herbst soll der Neubau stehen. Nach der Generalsanierung der 20-jährigen Bade- und Saunalandschaft soll im Sommer 2020 das Therapie- und Wohlfühlzentrum komplett sein. Das Architekturbüro Baum & Kappler aus Nürnberg - Andreas Baum ist gebürtiger Plauener - hat das Projekt geplant. 
 "Bad Brambach hat mit seinen Radonquellen ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Mit unserer Investition erhöhen wir nicht nur die Kapazitäten. Sie soll auch einen Beitrag leisten zur positiven Entwicklung der Gesundheits- und Tourismuswirtschaft in der Region", betonte Finanzminister Haß.