Michael Riedel neuer Chef des Asylbewerberheimes

Das einzige Asylbewerberheim des Vogtlandes, die Einrichtung in Plauen/Westend, hat einen neuen Leiter. Michael Riedel, diplomierter Sozialpädagoge, trat die Nachfolge von Karin Bober an, die nach längerer Krankheit nun in den Vorruhestand gegangen.

Der Plauener sieht seine neue Aufgabe als große Herausforderung an. Derzeit sind durchschnittlich mehr als 200 Menschen aus mehr als 20 Nationen in der ehemaligen Kasernenanlage in Einzelzimmern oder in wohnungsähnlichen Unterkünften zu Hause und warten auf ihren Bescheid für den Asylantrag, mitunter viele Jahre, manche seit mehr als zehn Jahren.

Die Situation im Heim, die Lebensbedingungen und Spannungen sowie die Beschwerden der Bewohner hatten in der Vergangenheit in der Öffentlichkeit für Aufsehen gesorgt, obwohl und gerade weil sächsische Landespolitiker versichert hatten, das Plauener Heim sei vorbildlich. Mit dem neuen Leiter scheint ein neuer Stil und Umgang ins Heim einzukehren. Einzelne Bewohner äußern sich sehr positiv. "Ich versuche freundlich und höflich mit den Menschen umzugehen", sagt Riedel. fb