Meißner Künstlerin stellt im Theater Plauen aus

Ausstellungen im Theater-Foyer, bisher für die Verantwortlichen des Theaters ein mit Selbstverständlichkeit und Engagement realisiertes Anliegen und fürs Publikum eine überaus geschätzte ästhetische Ergänzung zur Kunst auf der Bühne.

 

Das Neue an der seit vergangenen Montag offiziell eröffneten Bilder-Präsentation (die Bilder hingen bereits am Superwochenende der vier Premieren) der Meißener Künstlerin Franziska Kunath im Foyer des ersten Ranges, ist die Tatsache, dass der Verband bildender Künstler des Vogtlandes, unter dem Vorsitz von Erik Seidel, einen Vertrag für derartige und erweiterte Kunstangebote (nicht nur Malerei) mit dem Theater geschlossen hat.

 Der Bogen, der den Begriff "Kunst" überspannt, hat heutzutage einen riesigen Radius und um die verschiedenen Variationen wirklichen Könnens zu dokumentieren, beendete diese Exposition die "regionale Dümpelei" mit allbekannten Künstlern und holte neue, große und vor allem teure Kunst aus dem fernen Meißen in die heiligen Hallen unseres Musentempels. Franziska Kunath ist 1964 geboren, lernte Maschinenbauzeichnerin, belegte ein Abend- und Grundlagenstudium in der HfBK Dresden, ein Fachklassenstudium bei Professor Ralf Kehrbach und Professor Max Uhlig und wurde nach ihrem Diplomabschluss Meisterschülerin erneut bei Professor Uhlig. Seit 1999 arbeitet die Malerin freischaffend. Sie nahm an zahlreichen Ausstellungen in vielen Städten im In- und Ausland teil. Diverse Stipendienfür Studienreisen würdigen ihr Werk.

 Caroline Eschenbrenner begrüßte - ihrem Amt als PR-Direktorin folgend - die Künstlerin und die Gäste und dankte dem Theaterförderverein für die finanzielle Unterstützung für das bessere Aufhängesystem der Bilder. Zwischen drei Violin-Einlagen, gespielt von Maria Kaiser und Magdalena Adler vom Vogtlandkonservatorium, las der ehemalige Kommilitone der Malerin, Hanif Lehmann aus Dresden, die umfangreiche Laudatio vom Blatt, in der er die Malweise, die dargestellten Orte - vorwiegend Landschaften in Aquarell und Tusche, und Gedanken-Fantasien in Öl - von Kunath wortreich beschreibt und definiert. Zu sehen ist die Ausstellung zu den jeweiligen Öffnungszeiten und natürlich zu den Abendveranstaltungen des Hauses.  I. S.chenke