Mauerbau in Pausa umstritten

Pausa - Die Stützmauer des Pausaer Neumarktes im Bereich der unteren Kirchstraße soll erneuert werden. Künftiges Aussehen und die Vergabe der Arbeiten erregte die Gemüter zur jüngsten Stadtratssitzung.

Besonders aus Reihen der Freien Wähler gab es Stimmen gegen die Pläne. "Für mich ist die Mauersanierung allein eine erzwungene Einzelmaßnahme, mir fehlt hier ein klar durchdachtes Gesamtkonzept für den Marktplatz", sagte Martin Polster. Er würde auch andere Maßnahmen (zum Beispiel die Verlegung von Leitungen und Leerrohren) in die Neugestaltung aufnehmen, die nützlich sind für Veranstaltungen, wie den Weihnachtsmarkt.

Laut Bürgermeister Jonny Ansorge steht der Platz seit 1912 unter Denkmalschutz. "Wir können ihn auch pflastern und rechts und links Bäume pflanzen, so wie er mal aussah." Der zweite stellvertretende Bürgermeister Andreas Seidel (FWP) sagte: "Ich bin für einen Neubau, aber ich bin nicht einverstanden, wie damit Verfahren wird und wie die Vergabe der Arbeiten geschieht." Näheres nannte er nicht und stimmte wie vier weitere Stadträte dagegen, weitere fünf Ratsmitglieder enthielten sich.

Vergeben wurden die Arbeiten an den wirtschaftlich günstigsten Bieter. Das war die Firma Gebrüder Ueberschär aus Mühltroff. Die baut nun für die Angebotssumme von 17 487,05 Euro eine neue Mauer. Vier Firmen hatten ihr Angebot abgegeben, drei davon kamen in die vom Plauener Planungsbüro Jürgen Sünderhauf aufgestellte Angebotswertungsliste. j.st.