Masterplan Weisbachsches Haus

Das Potenzial des Weisbachschen Hauses in Plauen ist enorm. Mitglieder, Freunde und Gäste des Fördervereins Plauener Spitzenmuseum lauschten nach der 16. Jahreshauptversammlung am Mittwochabend mehreren Vorträgen zur Nutzung und Zukunft der Elsteraue.

Plauen - "Hier können Teilziele in Angriff genommen werden, die wie eine Perlenkette entstehen", sagt Dietrich Wetzel, Vorsitzender des Fördervereins Plauener Spitzenmuseum, abschließend zu dessen 16. Jahreshauptversammlung am Mittwoch. Mit "hier" meint er das Weisbachsche Haus am Mühlgraben. Damit fasste Wetzel den Abend gewissermaßen in einem Satz zusammen. Für die Zukunft des Weisbachschen Hauses muss man sich gemeinsam einsetzen, als Stadt Plauen und das Vogtland", hatte davor Christian Pöllmann, Geschäftsführer der ad astra Entwicklungsgesellschaft und Freund des Fördervereins, in seinem Vortrag gefordert.

Innovationszentrum mit Leben erfüllen

Seine zweite Hoffnung: "das Innovationszentrum mit Leben zu füllen". Damit knüpft er an das Anliegen von Klaus Helbig an, der als Vorsitzender der Initiative Kunstschule Plauen über die 20-jährige Geschichte der Sommerakademie Plauen im Hause sprach. In diesem Jahr hatte die Sommerakademie mehrere Ausstellungen in der Akademiegalerie des Weisbachschen Hauses. "Die Zukunft der Sommerakademie wird eng verbunden sein mit der Entwicklung der Elsteraue und vor allem mit den Plänen zur Errichtung eines Spitzen- und Innovationszentrums im Weisbachschen Haus", formuliert Helbig ebenso nachdenklich wie bestimmt.

Ebenfalls im öffentlichen Teil stellte Vereinsmitglied Walter G. Tümpner seine vierte Auflage der "Stadtchronik - Aus der Geschichte der Stadt Plauen" vor. Jürgen Fritzlar freute sich im Namen des Vorstandes, dass dieses gelbe 120-seitige Exemplar als Geschenk an die Mitglieder verteilt wird.

Der Autor setzte dem noch ein i-Tüpfelchen auf und signierte nach seinem Vortrag gern seine vierte Stadtchronik. Er bezeichnet sich selbst gern als Patriot seiner Heimatstadt. Bereits seit 1972, so Tümpner, habe er sich herausgefordert gefühlt, das damals unterdrückte 850-jährigen Jubiläum der Stadt ins rechte Licht zu rücken. So schreibt er in der Chronik: "1974, nur zwei Jahre nach Plauens 850-jährigem Jubiläum, (das nicht festlich begangen werden durfte, wurde 750 Jahre "Stadt" gefeiert, obwohl die Stadtgründung von Plauen urkundlich überhaupt nicht nachzuweisen ist. (Sie erfolgte um 1200)."

Stadtchronik liegt in Amerika und Australien aus

Witer schreibt er, laut "Eingeweihten mit internen Kenntnissen", von einer Inszenierung eines "Doppeljubiläums", damit es zu "25 Jahre DDR" passte. Einen solchen Jubiläumsvortrag, schon immer gut verständlich, hielt er damals in Bad Homburg. Der Vortrag wurde dann als kleine Broschüre gedruckt und gelangte schließlich auch nach Plauen. In hiesigen Großbetrieben wurde die vorher verfielfältigte Broschüre unter der Hand verteilt. 2007 machte sich Tümpner dann auf, die erste Auflage der Stadtchronik herauszubringen. "Diese liegt nun in Stadtbibliotheken von Leipzig und Dresden aus und ging auch bis nach Amerika und Australien", berichtet er.

In einer angeregten Diskussion wurde im Anschluss über einen Masterplan gesprochen, dessen Ziel die weitere Belebung und Nutzung des Weisbachschen Hauses ist. "Das Thema müsse auch weiterhin im Stsdtrat eine Rolle spielen, so Bürgermeister Uwe Täschner als eine Art Fazit.