Markneukirchens Stadträte sollen Position beziehen

Markneukirchen - Das forderte Bürgermeister Andreas Jacob zur jüngsten Stadtratssitzung beim Tagesordnungspunkt "Sonstiges". Einen Aufschrei des jungen Volkes habe es gegeben, als der Schlecker-Markt auch in Markneukirchen verschwand. Drogerieprodukte zum erschwinglichen Preis müssten her.

Nun liege eine Anfrage einer Drogeriemarktkette vor. Dort werde alles verkauft von Kosmetik, über Lederwaren bis hin zu Süßigkeiten. "Das wird eine harte Konkurrenz für unsere Händler", gab Jacob zu bedenken. Lehne man den Markt ab, entstehe der Drogerie-Markt in einer Nachbarstadt. So suchen zum Beispiel die Adorfer händeringend nach einer Neuansiedlung im Drogerie-Sortiment.

Immer wieder kritisiert wird die Stadt zudem, sie habe vor Jahren die Ansiedlung eines Edeka-Marktes verhindert. Solchen Vorwürfen wolle man sich nicht erneut aussetzen. Allerdings sei auch zu bedenken, wie schwierig es für einheimische Einzelhändler ist, am Markt zu überleben. Krankenversicherung, Miete und dann auch noch die Preise möglichst niedrig halten, sei eine Gratwanderung, zeigte Bürgermeister Jacob Verständnis. Diese schwierige Entscheidung wolle er nicht allein schultern. Hier helfe auch die IHK wenig. "Bitte bis April hierzu Gedanken machen", forderte Jacob von seinen Stadträten. va