Markneukirchen spart an der Festbeleuchtung

Einige Aufregung gibt es und Kritik hagelt es derzeit in Markneukirchen, vor allem aus den Reihen der Gewerbetreibenden. Grund: Die Stadt ließ nur noch das Zentrum im Marktbereich und die Straße des Friedens mit Weihnachtsbeleuchtung schmücken.

 

Früher erstrahlten zudem der Rote Markt, Hohe Straße sowie die Bismarckstraße vom ersten Advent bis 6. Januar im weihnachtlichen Lichterglanz. "Leider musste ich diese unpopuläre Entscheidung treffen", erklärte Bürgermeister Andreas Jacob (CDU) im Gespräch mit unserer Zeitung. Denn noch drastischer als befürchtet sinken die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt. War bis Oktober ein Fehlbetrag von rund einer halben Million Euro zu verzeichnen, so beträgt das Minus im November bereits 605 000 Euro.

"Wir können nicht nur von Einsparungen reden, wir müssen auch handeln", sagte das Stadtoberhaupt hinsichtlich der dramatischen finanziellen Lage. Kosteten bisher der Auf- und Abbau, Arbeitszeit sowie die Unterhaltung und Reparatur der Beleuchtung die Stadt 8300 Euro, so werden nun durch weniger Schmuckwerk 3000 Euro eingespart. Dabei seien die Stromkosten außen vor.

"Das führt natürlich zu einer Verärgerung der Händler, die aufgrund der kurzfristigen Entscheidung darüber nicht informiert waren", ist sich Jacob bewusst. In einer nichtöffentlichen Sondersitzung des Stadtrates am 15. Dezember werde über die momentane Haushaltlage beraten. Die entsprechenden Einladungen werden noch verschickt. "Wir versuchen, den Investplan durchzuziehen, das geht aber nicht mit einer Einsparung von Kopierpapier", meint der Verwaltungschef. Denn ein ganzes Drittel Einbuße bei der Gewerbesteuer sei nicht so ohne weiteres auszugleichen.

Die nächste öffentliche Sitzung des Stadtrates finde dann zwei Tage später am 17. Dezember statt. Zuvor beraten am 9. Dezember die Mitglieder des Technischen Ausschusses über den geplanten grundhaften Ausbau der Bergstraße, die neue Gestaltungssatzung der Stadt sowie Bauvergaben.  Kiwi