Markneukirchen meldet Teilnehmer-Rekord

Der 48. Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen ist weltweit auf sehr großes Interesse bei jungen Viola- und Violoncellospielern gestoßen. Die Anmeldezahl ist rekordverdächtig.

Markneukirchen - Eine Rekordanmeldezahl für den Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen in den Fächern Viola und Violoncello meldet Carola Schlegel, die in der Musikstadt den Hut für den Wettstreit der jungen Musiker auf hat. "Mit mehr als 280 Bewerbungen aus 40 Ländern wurde ein neues Rekordergebnis im Bereich der Saiteninstrumente bei Markneukirchener Wettbewerben erreicht", so Schlegel. Höher als je zuvor sei dabei die Anzahl der Bewerber im Fach Violoncello.

Von den 173 eingegangenen Anmeldungen in diesem Fach hätten aus Kapazitätsgründen nur 139 zugelassen werden können. Im Fach Viola erhielten 110 Bewerber eine Einladung nach Markneukirchen. Vom 2. bis 11. Mai stellen sich die jungen Musiker im Alter zwischen 16 und 30 Jahren der Bewertung durch namhafte Juroren wie Prof. Thomas Selditz (Österreich, Preisträger des Markneukirchener Wettbewerbes 1989), Prof. Jürgen Kussmaul (Deutschland), Prof. Tatjana Masurenko (Russland, Preisträgerin des Markneukirchener Wettbewerbes 1995) oder Prof. Jean-Philippe Vasseur (Frankreich) im Fach Viola.

In der Jury für das Fach Violoncello sitzen unter anderem Prof. Michael Sanderling (Deutschland), Prof. Claudio Bohórquez (Deutschland/Peru/Uruguay), Prof. Danjulo Ishizaka (Japan) und Prof. Zdzislaw Lapinski (Polen). Als Präsident fungiert Prof. Julius Berger. Erstmals werde nach Aussage von Carola Schlegel Ministerpräsident Stanislaw Tillich die Schirmherrschaft gemeinsam mit Prof. Kurt Masur übernehmen, der bereits seit 2005 dieses Amt inne hat.

Er würdigt damit die große Bedeutung des Wettbewerbes, der 2013 auch auf eine 20-jährige Mitgliedschaft in der World Federation of International Music Competition, einer Auswahl der hochklassigsten Musikwettbewerbe weltweit, zurückblicken kann.

Neben den vier Wettbewerbsrunden in beiden Fächern, die allen Interessierten offen stehen, können die Besucher abwechslungsreiche Rahmenveranstaltungen erleben, heißt es. Eröffnet wird der Wettbewerb mit einem Konzert des Sinfonieorchesters Markneukirchen mit Werken von Weber, David und Beethoven. Solist des Abends wird der Posaunist Angelos Kritikos aus Griechenland sein, Preisträger des Internationalen Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen 2010.

Das Blasorchester Markneukirchen wird sein traditionelles Konzert in diesem Jahr gemeinsam mit Solisten und dem Chor des Gymnasiums Markneukirchen bestreiten. Während der Wettbewerbstage wird es in den Werkstätten, bei Ausstellungen und einem Fachgespräch der Innung des Vogtländischen Musikinstrumentenhandwerks auch wieder die Möglichkeit geben, den Instrumentenbauern über die Schulter zu schauen und ihre Instrumente kennen zu lernen.

Glanzvoller Höhepunkt und Abschluss des Wettbewerbes werde auch 2013 wieder das Preisträgerkonzert sein. Die Bestplatzierten des Wettbewerbes in den Fächern Viola und Violoncello stellen sich am Samstag, 11. Mai, 19 Uhr in der Musikhalle Markneukirchen dem Publikum vor.

Die beiden ersten Preisträger werden dann mit dem Cellokonzert h-Moll von Antonín Dvorák und dem Violakonzert op. posth. von Béla Bartók beziehungsweise dem "Schwanendreher" von Paul Hindemith zu erleben sein. Begleitet werden sie von der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach unter der Leitung von Jiri Malát. Die weiteren Preisträger stellen in diesem Konzert ihr Können noch einmal mit den herausragendsten Interpretationen des Wettbewerbsprogrammes unter Beweis. va