Markneukirchen: Kostenexplosion schnelles Internet

Zur Stadtratssitzung informierte Bürgermeister Andreas Rubner über eine Zusammenkunft der Bürgermeister des Kreises im Landratsamt.

Grund für das Zusammentrommeln der Gemeindechefs waren neue Förderrichtlinien beim weiteren Breitbandausbau für das schnelle Internet. Auf den ersten Blick, so der Markneukirchner Rathausschef, seien diese günstiger, auf den zweiten allerdings eher weniger.

Diese Aussage erläuterte er für den Gesamtbereich des Markneukircher Gebiets anhand einiger Zahlen. So wäre nach den bisherigen Richtlinien der Ausbau bis zu einer Bandbreite von 50 MBit/s zu 90 % gefördert worden. Für die Stadt hätte dies einen über drei Jahre verteilten Eigenanteil von 97.000 Euro bedeutet.

Neu ist nun, dass nur noch ein Ausbau über 50 MBit/s gefördert wird, was zugleich eine beachtliche Kostenerhöhung mit sich bringt. Hier müsse das Verteilernetz wesentlich dichter sein, machte Andreas Rubner das technische Problem deutlich. Anstatt rund 450 m müssten die Verteiler nun einen Abstand von nur noch 150 m haben, was den Eigenanteil der Stadt auf knapp 240.000 Euro erhöhen würde. Andere Orte, wie etwa Treuen, hätten vergleichbaren Aufwand.

In der Diskussion zum Thema beklagten einige Räte zwar die exorbitante Kostenerhöhung, meinten aber, dass man wohl in den sauren Apfel beißen müsse. Schnelles DSL sei schließlich die Zukunft und auch für sich ansiedelndes Gewerbe ein ausschlaggebender Faktor. Und so war auch die Abstimung über die Kostenerhöhung das Spiegelbild der Diskussion. Bei zwei Enthaltungen stimmte der Rest der Räte der Kostensteigerung zu. va