Markneukirchen diskutiert laut über Windräder

Drei bis vier Windräder würden reichen, um Markneukirchen mit Öko-Strom zu beliefern. Bis es soweit ist, wird heiß diskutiert.

Markneukirchen - Auf stadteigenen Flächen könnten die Windräder stehen - im Wald bei Wohlhausen, auf Gopplasgrüner Höhe. Bis sie der begehrten Alternativ-Strom zu den Endverbrauchern in Markneukirchen samt der Ortsteile strömt, würden jedoch gut zwei Jahre ins Land gehen. Schon ab 30 Haushalten könne man das Vorhaben in Angriff nehmen. Allerdings riet der zur Stadtratssitzung am Donnerstag hinzugezogene Unternehmensberater Lutz Fischer aus Duderstadt davon ab, sich auf Bürgerbeteiligung zu verlassen.

Mal blase der Wind stark, dann falle mehr Strom an, als abgenommen werden könne, mal wehe kaum ein Lüftchen, da könne man rasch rote Zahlen schreiben. So sei das wohl eher etwas für Leute, die reichlich Geld übrig haben. Generell lohne es sich aber, Abnehmer von Strom und Produzenten des Stromes wieder näher zusammenzuführen.

Bürgermeister Andreas Jacob betonte mehrfach, dass es noch keine Beschlüsse geben werde. Man sei zu dem heißen Thema in der Phase der Ideenfindung. Dabei dürfe man aber nicht aus den Augen verlieren, dass nahe in Bayern Windräder schon da sind und "nahest" nun auch in Tschechien. "Geht uns Windkraft überhaupt was an?", hatte der Bürgermeister zu Beginn der Sitzung gefragt. Darüber sollen sich die Stadträte Gedanken machen.

Wie bekannt wurde, verhandelt Bürgermeister Jacob am Dienstag mit einem Investor, der plant, im Gewerbepark Wohlhausen eine große Photovoltaik-Anlage zu errichten. Zwei Hektar habe man noch zur Verfügung. Vorzugsvariante für den Investor sei die Pacht. Dem Verkauf der Fläche für 180 000 Euro sei der Investor nicht so aufgeschlossen, so Bürgermeister Andreas Jacob. mad