Marimbaphon mit feinem Klang

"Auf ein Neues", hieß es am Sonntag im Robert Schumann Haus Zwickau für die diesjährige Konzertreihe "Schumann Plus..."

Von Wolfgang Meyer

Zwickau Diesmal zum elften Male, denn die Konzertreihe gibt es seit 2010, und genauso lange erfreut sie sich ungebrochener Beliebtheit. Wie meistens war der Konzertsaal wieder bis zum letzten Platz besetzt, und es hofften viele Musikfreunde im Foyer, vielleicht doch noch eine Karte zu bekommen.
Das neue Konzert begann einmal mehr mit einem besonderen Ereignis - mit Jasmin Kolberg und ihren besonderen Instrumenten Marimbaphon, Vibraphon und diversen Gongs, also Schlaginstrumenten, wie man sie auch im Schumannhaus nur selten hört.
Jasmin Kolberg beherrscht diese meisterlich und virtuos und dazu gab es ein Programm, das an Anspruch nichts zu wünschen übrig ließ. Kompositionen der Klassik, Johann Sebastian Bach, Robert Schumann, Claude Debussy, Max Reger und solche der Moderne, Paul Schmadbeck, Saverio Tasca, Jasmin Kolberg, Eric Sammut und David Friedmann. Werke, die von Jasmin Kolberg für Solo-Schlagwerke arrangiert waren.
Das wurde vom verwöhnten und sachkundigen Publikum mit großem Beifall aufgenommen, insbesondere die Stücke moderner Komponisten. Die Bearbeitungen der Klassiker dagegen waren zum großen Teil bis zur Unkenntlichkeit verändert. Doch auch hier kam die Besonderheit des Klanges der Instrumente recht gut an. Das Hauptinstrument des Abends war das riesengroße Marimbaphon. Ein Instrument, dass von filzigen Klöppeln geschlagen, einen sehr schönen, weichen bis markanten Ton erzeugt, das Vibraphon dagegen einen härteren, metallischen Ton, und die Gongs fungierten Als Begleitinstrumente. In jedem Falle gab es reichlich Applaus, und Jasmin Kolberg dankte mit einer wundervollen Zugabe.
Die Künstlerin stammt aus einer musikalischen Familie, ihr Vater ist Perkussionist, die Mutter Geigerin. Sie selbst besitzt eine Ausbildung am Klavier, der Geige und am Schlagzeug. Daneben studierte sie Marimba in Paris, und New York. Sie ist Preisträgerin hochrangiger internationaler Wettbewerbe, darunter in Japan und ist Dozentin im Fach Marimba an diversen namhaften Hochschulen, darunter in London, in Schottland und Frankreich. Daneben ist sie eine gefragte Solistin, Partnerin namhafter internationaler Orchester und Kammermusikerin. Darüber hinaus komponiert sie selbst spezielle Werke für Schlaginstrumente. Zum Schluss baten zahlreiche Gäste um ein Autogramm der sympathischen Künstlerin. Das nächste Konzert der Reihe "Schumann Plus..." gibt es am 2. Februar mit dem österreichischen Ensemble "Allegra" und Werken von Mozart, Schubert, Beethoven und Schumann.