Manroland: Kurzarbeit hält in Plauen weiter an

Nach rekordverdächtigen drei Jahren Kurzarbeit kehrt das Offenbacher Werk des Druckmaschinenhersteller manroland zur Normalbeschäftigung zurück. Die etwa 2000 Beschäftigten sollen wieder regulär arbeiten, teilte das Unternehmen mit.

Im Werk Plamag in Plauen werde hingegen noch kurzgearbeitet, so Pressesprecherin Eva Doppler auf Anfrage unserer Zeitung. Grund für das Ende der Kurzarbeit in Offenbach ist laut Mitteilung die gute Auslastung im Bogendruck. Der weltweit zweitgrößte Druckmaschinenhersteller profitiere von Aufträgen aus Asien und Südamerika.

Trotzdem hält manroland an der bis Ende 2012 geplanten Personalreduzierung in Offenbach auf 1600 Mitarbeiter fest. Außerdem soll der bestehende Ergänzungstarifvertrag, der Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld vorsieht, in Kraft bleiben.

Der mit Defiziten kämpfende Konzern fährt in Augsburg, Offenbach und Plauen seit langem einen harten Sparkurs. Im vergangenen Jahr machte der Maschinenbauer einen operativen Verlust von 66 Millionen Euro, nach minus 88 Millionen Euro im Jahr zuvor. Zahlen zum ersten Halbjahr 2011 will manroland im August veröffentlichen. dpa/red