Mann springt in Plauen neun Meter in die Tiefe

 

Plauen - Auf der Flucht vor der Polizei ist am Freitag ein 28-Jähriger in Plauen aus dem Fenster im vierten Stock eines Hauses an der Ecke Moritz-/Dittesstraße gesprungen und hat sich lebensgefährlich verletzt. Der Mann wollte damit Beamten entkommen, die mit einem Haftbefehl gegen ihn an der Wohnungstür seiner Freundin geklingelt hatten.

 

Die 28-Jährige öffnete erst, nachdem der Schlüsseldienst kam, und traktierte die Polizisten mit Fußtritten. Der Mann habe dann die Nerven verloren und sei kopfüber aus neun Metern Höhe gesprungen. Laut Polizei erlitt er schwere Kopfverletzungen und wurde ins Vogtland-Klinikum gebracht. Den Haftbefehl gegen ihn hatte das Amtsgericht Plauen am 26. Februar erlassen. Dem Mann ohne festen Wohnsitz wurden unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Fahren ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss zur Last gelegt.

Den Haftbefehl vollstrecken wollten insgesamt vier Polizisten. Zwei warteten vor dem Haus, zwei klingelten mehrfach an der Wohnungstür. Anschließend sei der Schlüsseldienst geholt worden, bei dessen Ankunft die Mieterin zwar die Tür aufgemacht habe, jedoch mit Tritten den Polizisten den Weg versperrte. Ihr drohen nun Ermittlungen wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt. va