Maffay-Songs mit eigener charmanter Note

Auerbach "Kultur erleben im Vogtland" - am Samstag erfüllten sich in Auerbachs Göltzschtalgalerie Nicolaikirche viele Zuhörer diesen Wunsch und kamen dabei in den Genuss von Peter-Maffay-Songs. Zwar war der singende Rumäne nicht persönlich zu Gast, doch mit "Nessaja" standen Musiker auf der Bühne, die die Titel gekonnt coverten: impulsiv, handgemacht und unplugged. Ein schönes Konzert mit tollem Sound und hohem Erlebnisfaktor.
"Nessaja" ist ein Musikprojekt der auch in vogtländischen Gefilden bekannten Cover-Band "Thor". Frontmann Udo Zeise holte sich dazu Musiker aus Chemnitz und dem Erzgebirge ins Boot.
Entstanden ist ein Team begnadeter Künstler, dabei ist auch ein Vogtländer: Christian Nestler aus Grünbach. "Ich bin bei verschiedenen Musikprojekten dabei, spiele in der Hannes-Ebert-Bluesformation und bei City of Hope", berichtet der 29-jährige Nestler, der beruflich als Lehrer tätig ist. Das Spannendste sei derzeit aber Nessaja - die seit dem Jahr 2013 gecoverten Maffay-Songs bekommen viel Publikums-Zuspruch.
Nessaja-Sänger Udo Zeise verlieh den kraftvollen Liedern, wie "Eiszeit" oder "Sonne in der Nacht", eine besondere Note. Stimmlich kam der Mann ziemlich an das Original heran, verlieh den Titeln aber seinen persönlichen Charme. "Ich habe Peter Maffay bis jetzt noch nicht persönlich gegenübergestanden, wir arbeiten daran. Der Mann hat einfach nur tolle Musik geschrieben", schwärmte Udo Zeise.
Das Unplugged-Konzert in der Göltzschtalgalerie präsentierte eine Reise durch die Maffay-Welt.
Ohrwürmer standen im Wechselspiel zu neuen, eher unbekannten, Songs des Stars. Hin und wieder baute Udo Zeise aber auch Lieder aus eigener Feder in das Programm ein. Großes Lob zollte das Publikum den sorgfältig arbeitenden Instrumentalisten. Neben Frontmann Udo Zeise bekamen Bassist Carsten Zeise, Drumer Sascha Kepper und eben Christian Nestler viel Beifall.
"Unser Konzert zum Jahresanfang hier in der Galerie ist für uns bereits Tradition. Wir haben das bereits zum vierten Mal gemacht. Die Atmosphäre ist hier sehr angenehm", so das Fazit der Band, die bereits ankündigte, auch im nächsten Januar wieder hier gastieren zu wollen. Hagen Hartwig