Männer feiern ihren Tag

Der Männertag hat am Donnerstag zahlreiche junge und ältere Männer zum Wandern und Ausgehen und mitunter auch etwas zum über die Stränge schlagen veranlasst. In und um Plauen herum wanderten ebenso Familien und naturverbundene Freundeskreise und gaben dem Feiertag ein festlich-frohes Gepräge.

Plauen - "Brennend heißer Wüstensand", tönte ein dreistimmig gesungenes Lied prächtig durch die Gassen von Altchrieschwitz, als ein Dutzend älterer Herren den Plauener Ortsteil gen Elstertal in Beschlag nahm. Sechs von ihnen hatten gar eine Gitarre umgehängt, Harmoniesicher spielten sie zu ihren Weisen und schwärmten über Liebe, Heimat und das Leben. "Dort wo die Blumen blühn, dort wo die Täler grün'", hallte durch das Tal, wo die Elster fließt. "Wir treffen uns schon Jahrzehnte und singen und wandern gemeinsam", erzählt Roland Albert, der die meisten Lieder anstimmte und die zweite Stimme perfekt intonierte.

An einer Lichtung in Richtung Pfaffengut hatte der junge, findige Gastronom seine "Fahrbar" aufgestellt, ein perfekter Partyanhänger mit eingebautem Grill und Trinkstation und Staueinrichtungen und Sonnenschirm. "Das ist heute zum Männertag meine Premiere, meine Bar ist gerade fertig geworden", beichtet Gastgeber Thomas Morgner, der seinen ersten Besuchern sauber zubereitete Rostbratwürste kredenzte und später an weitere Punkte fuhr. Schotti, Mulzi und Heiko ließen sich Wurst und Bierchen gut schmecken und schwadronierten über allerlei Themen. "Ich würde meinen, meine Manu-Mannschaft gibt es bald nicht mehr", sagte Heiko Müller, der sich mit einer Mütze als Manchester United Fan erkennbar zeigte und darüber trauerte, dass der legendäre Trainer Fergusson jetzt aufhört.

Was den Dreien aber gefiel war: "In den vergangenen Jahren bis heute wandern zunehmend wieder mehr junge Leute mit, das ist schön, noch vor zehn Jahren waren wir Alten unter uns." Tatsächlich zogen junge Burschen geschmückte, voll mit Getränken und Musikanlagen bepackte Pollerwagen durch die Kante, auch Mädchen schlenderten mit. Fahrradgruppen unternahmen zu den Ausflugszielen Lochbauer oder Waldhaus Reusa Touren.

Und auffallen wollten einige der Himmelfahrt-Akteure auf jeden Fall. So auch eine Gruppe, die von Plauen aus gen Lochbauer unterwegs war und das in voller Schottenrock-Montur. "Wir hatten vor Jahren die Idee, wir wollten einfach mal anders aussehen", sagt Steffen Scharf. Gesagt, getan. Mit feinen Polohemden inklusive Spitznamen auf der Brust und karierten, farbigen Schottenröcken wurde den Herren immer wieder von den passierenden Autofahrern "hinterher gehupt". Tja, wenn Mann einen Rock sieht...